Inhalte / Magazin / Archiv


Tweets


Foto: Alois Schiesser / Gemeinfrei (via Wikimedia Commons)
8. Juni 2020 | Kunst & Kultur

Bei Karl May geht es um einen Kulturkampf

Was wird aus dem Karl-May-Museum in Radebeul bei Dresden? Seit dem plötzlichen Rücktritt seines Direktors Martin Wacker im Mai wird um den Kurs des Hauses gestritten. Zugleich geht es um mehr. Das meint Karl-May-Experte Andreas Brenne. "Es geht um einen Kulturkampf. Es geht um eine bestimmte Sicht auf Karl May und seine Geschichte. In diesem Konflikt wird auch die koloniale Vergangenheit verhandelt. Zu den Exponaten in dem Museum gehören Relikte aus der Kolonialzeit, deren Geschichte nie erforscht worden ist", bezieht Brenne im Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ) Position. Brenne ist Professor für Kunst und ihre Didaktik an der Universität Osnabrück und Mitglied der Karl-May-Gesellschaft. Brenne gehörte zu den Kuratoren der Ausstellung "Blutsbrüder. Der Mythos Karl May in Dioramen", die im Osnabrücker Museumsquartier gezeigt wurde.

Foto: BMVI.de / CC BY-ND 2.0 (via Flickr)
9. Mai 2020 | Technik

Digitalstaatsministerin weist Grünen-Forderung nach Datenschutzgesetz für Corona-App zurück

Digitalstaatsministerin Dorothee Bär (CSU) hat die Forderung der Grünen nach einem Datenschutzgesetz für die geplante Corona-App als abwegig zurückgewiesen: "Wir haben in Europa und in Deutschland bereits eines der weltweit höchsten Datenschutzniveaus. Inwieweit dieses Niveau noch gesteigert werden soll, ist für mich nicht erkennbar", sagte Bär im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ). "Selbstverständlich wird die App datenschutzkonform ausgestaltet, und die Benutzung ist ja auch freiwillig", betonte sie. Zudem müssten der Bundesbeauftragte für den Datenschutz und Informationsfreiheit sowie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik ihr grünes Licht geben. "Wer Verschwörungstheorien anhängt, wird sich die App eh nicht herunterladen", ergänzte Bär.

Foto: Olaf Kosinsky / CC BY-SA 3.0 de (via Wikimedia Commons)
26. Apr. 2020 | Medien

ARD-Programmdirektor Herres: Wegen Corona-Krise "große Lücken" im TV-Programm

ARD-Programmdirektor Volker Herres (62) sieht "große Lücken im Programm", sollten die derzeitigen strengen Regeln des Gesundheitsschutzes weiter fortbestehen. "Ein großflächiges Vorziehen von Erstsendungen, die eigentlich für den Herbst geplant waren, ist leider nicht möglich, da Unsicherheit herrscht, wann überhaupt wieder gedreht werden kann", sagte Herres der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ). Zu schaffen machen den öffentlich-rechtlichen Sendern auch die Verschiebung von Fußball-EM und Olympischen Spielen: "Allein durch die Absage dieser beiden Sportevents entfallen etwa 220 Stunden Programm", sagte Herres. "Der Großteil der Ausfälle wird durch eine Rückkehr zum Regelprogramm aufgefangen. Das ist bei den Olympischen Spielen weniger dramatisch, da die Übertragungen größtenteils im Nacht- und im Tagesprogramm stattgefunden hätten. Bei der EM muss vieles durch Wiederholungen kompensiert werden."

Foto: Simone Daino
1. Apr. 2020 | Medien

Medienlandschaft im größten Umbruch seit Einführung der Privatsender

Filmproduzent und Ufa-Geschäftsführer Nico Hofmann (60) sieht die deutsche Medienlandschaft im größten Umbruch seit Einführung der Privatsender vor gut 25 Jahren. Doch trotz der Konkurrenz durch Streamingdienste wie Netflix gibt Hofmann das Spiel für ARD und ZDF noch lange nicht verloren. "Ich empfinde das als große Chance, weil es nun natürlich wesentlich mehr Anbieter von Bewegtbildern und damit auch mehr Abnehmer für unsere Produktionen gibt. Auf diese Weise ergeben sich für die gesamte Branche unfassbar viele Möglichkeiten", sagte er der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ). Hofmann sieht aber auch einen "echten Spagat", den die Senderverantwortlichen hinbekommen müssten: "Einerseits stehen sie unter großem wirtschaftlichen Druck, andererseits müssen sie programmlich auf der Höhe der Zeit sein".


Unsere 305 Autoren und Partner haben für uns 13245 Beiträgen produziert.
Seit 2010 sind unsere Beiträge
268252552 mal aufgerufen worden.

Aktuell besuchen 6024 Gäste unserer Webseite und 2 Redakteure sind online.

#zeitfokus.
#zeitfokus.