• Frauen, die abtreiben, geht es besser. Zu diesem Ergebnis kamen im Juni Forscher aus den USA. Sie hatten zwei Jahre lang Frauen begleitet, die sich in Abtreibungskliniken über die Möglichkeit eines Schwangerschaftsabbruchs informiert hatten. Die Frauen, die sich für die Abtreibung entschieden hatten, litten seltener an Angstzuständen als die, die das Kind unfreiwilligerweise austrugen. Und: Sie waren gesundheitlich allgemein in besserer Verfassung. In den 1970er Jahren begannen Frauen in Deutschland damit, sich für ein Recht auf Schwangerschaftsabbruch einzusetzen. Dass heute Abtreibungen gesetzlich möglich sind, ist ihr Verdienst. Doch es gibt Tendenzen, die eher wie eine Rolle rückwärts wirken als wie ein Schritt nach vorne.

  • Die Deutsche Stiftung Patientenschutz drängt auf weitere Konsequenzen aus der Mordserie des ehemaligen Krankenpflegers Niels Högel, gegen den an diesem Donnerstag in Oldenburg ein weiteres Urteil ergehen soll. Vorstand Eugen Brysch sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung": "Um mögliche Täter abzuschrecken, muss in Kliniken und Heimen eine Kultur des Hinschauens gelebt werden. Dabei sind alle gefragt, vom Pflegehelfer bis zur Geschäftsleitung. Eine offene Fehlerkultur schafft kein Misstrauen, sondern stärkt das Team."