#zeitfokus.

Foto: Mario Roberto Duran Ortiz / CC BY-SA 3.0 (via Wikimedia Commons)
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Rund 500 Millionen Euro stellt der Bund bereit, um in Münster eine Forschungsfabrik für Batteriezellen aufzubauen. Um es kurz zu machen: Das ist super für NRW.

Noch können die Produzenten die Nachfrage decken.
Foto: congerdesign / CC0 (via Pixabay)

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Das Silicon Valley, das Technik-Mekka der Welt, entwickelte sich einst auch deswegen, weil das US-Militär mit Forschungsaufträgen nachhalf. Ein staatlicher Impuls löste Gründungen aus - und dieses Wachstum.

Natürlich wäre es vermessen, auch im Münsterland eine ähnliche Entwicklung zu prophezeien. Aber dennoch muss mit der Forschungsfabrik selbstverständlich die Hoffnung einhergehen, dass es Effekte für NRW gibt. Der Münsteraner Professor Martin Winter, einer der weltweit führenden Experten im Bereich der Batteriezellen-Forschung, prophezeite bereits: "Die Forschungsfabrik wird in Deutschland keine Forschung verdrängen, sondern zusätzliche schaffen".

Die schwarz-gelbe Landesregierung kann diese Entscheidung als großen Erfolg verbuchen. Und mal ehrlich: Natürlich hat es einen Beigeschmack, dass der Standort für die Fabrik in unmittelbarer Nähe des Wahlkreises der Bundesforschungsministerin liegt - selbst wenn diese betont, keinen Einfluss genommen zu haben. Aber umgekehrt muss man auch sagen: Ohne ein hervorragendes Konzept hätte NRW den Zuschlag dennoch nicht bekommen können.

Die Landesregierung hat einerseits Glück, dass die Steuereinnahmen noch so sprudeln, dass sie Millionen zur Co-Finanzierung bereitstellen kann. Umgekehrt bedarf es auch des Mutes, Batteriezellen als industriepolitischen Schwerpunkt zu definieren. "Am liebsten hätten wir die Forschung hier - und am Ende auch die Batteriezellen-Produktion", hat Ministerpräsident Armin Laschet gesagt. Der erste Schritt ist getan. (Braun-)Kohle ist die Gegenwart, doch die Zukunft von NRW ist elektrisch.



Quelle: ots/Rheinische Post
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