Freitag, 03 Jul 2020
Michelle Müntefering
Michelle Müntefering Foto: Jason Krüger / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)
 1-2 Minuten Lesezeit  307 Worte im Text  vor 72 Tagen

Kultur ist gerade in den Zeiten der Corona-Krise besonders wichtig. Das sagt Michelle Müntefering (SPD), Staatsministerin für Auswärtige Kulturpolitik im Auswärtigen Amt. "Ich bin überzeugt davon, dass vieles von dem, was jetzt entwickelt wird, auch nach der Corona-Krise Bestand haben wird. Wir erschließen uns gerade neue Räume. Nach der Krise wird es ein Plus und kein Weniger an Kultur geben", sagte die Staatsministerin im Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung (NOZ).

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Die Turbulenzen halten an

Sie setzt dabei vor allem auf die Möglichkeiten digitaler Formate. "Wir haben eine eigene Best-practice-Reihe gestartet. Dazu gehört eine Plattform des Goethe-Institutes ebenso wie digitale Projekte des Deutschen Archäologischen Institutes oder gemeinsam mit dem Hasso-Plattner-Institut eine Schulplattform für unsere Schulen im Ausland. Viele der Organisationen, mit denen das Auswärtige Amt arbeitet, zeigen uns, was alles möglich ist", sagte Müntefering. Zudem sei noch in diesem Jahr eine digitale Kulturkonferenz auf europäischer Ebene geplant.

Müntefering sagte weiter, dass jetzt die Kulturpolitik gefragt sei, um der Kultur zu helfen. Dabei könnten etwa Stipendien, die für Aufenthalte im Ausland vorgesehen gewesen seien, auch in Deutschland stattfinden. Weiter sollen Museen bei ihren Schritten für eine vorsichtige Wiederaufnahme des Betriebs unterstützt werden. "Wir sollten die Museen und Galerien fragen, die womöglich bald wieder öffnen können, welche Unterstützung sie brauchen, um die neuen Hygiene-Anforderungen umzusetzen." Sie trat dabei dem Eindruck entgegen, dass nicht genug für die Kultur getan werde: "Viele Länder und vor allem Hubertus Heil und Olaf Scholz haben Hilfspakete geschnürt. Die auch Künstlerinnen und Künstlern nützen. Klar ist aber auch, dass es weitere Anstrengung braucht, gerade mit Blick auf die Sommerzeit."

Nach Münteferings Worten spielen jetzt auch die Goethe-Institute eine besonders wichtige Rolle. Derzeit würden 3000 Lehrkräfte für digitale Sprachkurse geschult. Ein wichtiges Projekt sei auch die virtuelle Kinder-Universität mit Vorlesungen zu Themen aus vielen Wissensgebieten.

Quelle: ots/Neue Osnabrücker Zeitung
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