Samstag, 15 Aug 2020
Wenn die Wissenschaftler sich scheuen, erste Zwischenergebnisse ihrer Kinder-Studie selbst zu präsentieren, dann müssen die Warnglocken läuten.
Wenn die Wissenschaftler sich scheuen, erste Zwischenergebnisse ihrer Kinder-Studie selbst zu präsentieren, dann müssen die Warnglocken läuten. Foto: Alexander Vollmer
 1 Minute Lesezeit  187 Worte im Text  vor 81 Tagen

"Es sind Signale aus Stuttgart, die viele Eltern erleichtert aufatmen lassen: Vollständige Kita-Öffnungen bis Ende Juni - damit würde gewaltiger Druck von den Familien genommen, die seit Mitte März weitgehend auf sich allein gestellt waren. Gleichzeitig bleibt Anlass zum Misstrauen. Denn da ist noch viel Andeutung, viel Ankündigung, wenig Konkretes.

Das Niedersächsischen Oberverwaltungsgerichts (OVG ist derzeit mit zahlreichen Beschwerden gegen die Corona-Eindämmungsverordnungen.
Foto: Peter H / CC0 (via Pixabay)

Niedersachsens oberster Richter fordert besseren Rechtsschutz

Schon die wissenschaftliche Grundlage erscheint wackelig. Wenn die Wissenschaftler sich scheuen, erste Zwischenergebnisse ihrer Kinder-Studie selbst zu präsentieren, dann müssen die Warnglocken läuten. Wie verlässlich können die Annahmen sein, die die Regierung meint, schon jetzt daraus ableiten zu können?

Hinzu kommt, dass die Eltern im Ländle zuletzt oft enttäuscht wurden. Der versprochene "eingeschränkte Regelbetrieb" unterscheidet sich in der Kita-Praxis kaum von der Notbetreuung. Und das, was derzeit als Schulalltag gilt, ist Minimalbetrieb.

Winfried Kretschmann selbst räumte ein, dass der Druck, der auf der Landesregierung lastete, die Entscheidung beschleunigt habe. Bleibt zu hoffen, dass diese trotzdem nicht nur ein voreiliges Versprechen war, um die Gemüter vorerst zu besänftigen. Daher: Schnellstmöglich muss jetzt auch das konkrete Konzept auf den Tisch. Wann geht es los? Für wen? Und wie werden Risikogruppen geschützt?"

Quelle: ots/Rhein-Neckar-Zeitung
Back To Top