Dienstag, 22 Sep 2020
Es dürfte noch Monate dauern, bis die ersten Computer bei den Pädagogen und den Kindern ankommen.
Es dürfte noch Monate dauern, bis die ersten Computer bei den Pädagogen und den Kindern ankommen. Foto: Jeswin Thomas
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Viele NRW-Städte haben erhebliche Probleme bei der Beschaffung von Laptops und Tablet-PC für Schüler und Lehrer. Das ergab eine Umfrage der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ, Donnerstagsausgabe) in sieben Ruhrgebietsstädten, in Düsseldorf, beim Städtetag NRW sowie beim Städte- und Gemeindebund NRW.

In ihrer Doppelrolle als Notenbank und als Bankenaufsicht läuft sie aber Gefahr, in Zeiten wie diesen bisweilen übers Ziel hinauszuschießen.
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Symbolpolitik

Das Land stellt den Kommunen insgesamt 178 Millionen Euro für neue "digitale Endgeräte" zu Verfügung, aber es dürfte den Rückmeldungen aus den Städten zufolge noch Monate dauern, bis die ersten Computer bei den Pädagogen und den Kindern ankommen. Damit ist fraglich, ob das Förderprogramm den Schulen in der Corona-Krise noch hilft.

Die Hauptkritikpunkte der Städte: Der Markt für diese Geräte sei derzeit praktisch leer gefegt. Die erforderlichen Ausschreibungen dauerten Monate, außerdem fehle vielen Schulträgern das Personal für die Beschaffung, für die Hilfe bei Technik-Problemen (Support) sowie für die Wartung der neuen Schul-Computer. Die Frist bis zum Jahresende, die den Kommunen für den Abruf der Landesmittel gewährt wird, reiche bei Weitem nicht, so die Rückmeldungen.

"Wir brauchen realistische Fristen, um die Mittel auch nach dem 31. Dezember 2020 abrechnen zu können", sagte Pit Clausen (SPD), Vorsitzender des Städtetages NRW und Oberbürgermeister von Bielefeld, der WAZ.

Das NRW-Schulministerium ist dennoch zuversichtlich, dass das Förderprogramm gut anlaufen wird. Von der Digitalisierungsoffensive sollen laut Landesregierung insgesamt 356.542 Kinder und Jugendliche profitieren. Die Schulträger könnten die Mittel in einem vereinfachten Verfahren beantragen.

Die WAZ hatte in Dortmund, Mülheim, Bochum, Essen, Gelsenkirchen, Duisburg, Hagen und Düsseldorf nach dem Stand des Förderprogramms gefragt.

Quelle: ots/Westdeutsche Allgemeine Zeitung
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