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Samstag, 30 Mai 2020
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Der Streit um die Finanzierung freier Schulen in Sachsen-Anhalt eskaliert. Das berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Sonnabend-Ausgabe). Zahlreiche Träger wollen jetzt gerichtlich gegen das Land vorgehen, darunter auch die katholischen Edith-Stein-Schulstiftung als größter Träger freier Schulen im Land. Sie wehren sich dagegen, dass das Land den Lehrern an öffentlichen Schulen eine Gehaltserhöhung genehmigt hat, den freien Schulen diesen Aufschlag jedoch verweigert. Nach MZ-Informationen geht es um Gesamtkosten von mindestens 20 Millionen Euro pro Jahr.

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In der letzten Erfahrungsstufe 6 erhalten angestellte Lehrer an weiterführenden Schulen im öffentlichen Dienst jetzt 5 622 Euro. Das Gehaltsplus durch diese neu eingeführte Erfahrungsstufe gilt bereits seit Januar 2018. Die staatliche Unterstützung der Privatschulen orientiert sich hingegen weiterhin an der niedrigeren Erfahrungsstufe 4 (4 857 Euro). Auch aus Sicht des Bildungsministeriums ist das zu wenig. Eine Erhöhung zumindest auf Stufe 5 hat das Finanzministerium jedoch auf Eis gelegt. Der Verband Deutscher Privatschulen (VDP) Sachsen-Anhalt hält das für einen Rechtsbruch. Laut Schulgesetz basiert die Finanzierung der freien Schulen auf dem Bruttoentgelt angestellter Lehrer - und zwar nach dem aktuellen Tarifvertrag. "Hier wird bewusst gegen geltendes Recht verstoßen", klagt VDP-Geschäftsführer Jürgen Banse. "Die Schulen verlieren das Vertrauen in die Landesregierung."



Quelle: ots/Mitteldeutsche Zeitung
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