Dienstag, 22 Sep 2020
Anstatt dafür klare Vorgaben zu machen, werde die Verantwortung den Schulen und den Gesundheitsämtern zugeschoben.
Anstatt dafür klare Vorgaben zu machen, werde die Verantwortung den Schulen und den Gesundheitsämtern zugeschoben. Foto: Alexandra Koch
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In der Debatte um eine Maskenpflicht an den Schulen hat sich der Nordrhein-Westfälische Lehrerverband eingeschaltet. Dessen Präsident, Andreas Bartsch, sagte der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Montag): "Ich halte zwar eine Maskenpflicht von morgens bis abends für falsch. Im Unterricht ist das Tragen einfach nicht darstellbar. Aber sobald die Schüler die Klasse verlassen, sollten sie vom Land dazu verpflichtet sein, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen." Auf den Gängen könne es sich knubbeln, dann würden oft die Abstände nicht eingehalten. Auf den Schulhöfen könne man wegen der Frischluft darauf verzichten, so Bartsch.

Zugleich zeigte er sich enttäuscht über das Ministerium von Yvonne Gebauer (FDP): "Wir sind mit der Vorbereitung des neuen Schuljahrs vonseiten des NRW-Schulministeriums nicht zufrieden. Vieles ist leider noch unklar. Welche genauen Folgen hat beispielsweise ein positiver Corona-Test bei einem Lehrer?" Anstatt dafür klare Vorgaben zu machen, werde die Verantwortung den Schulen und den Gesundheitsämtern zugeschoben, kritisierte Bartsch. "Außerdem fehlt immer noch ein Plan dafür, wie eine Mischform des Unterrichts mit Präsenz- und Fernveranstaltungen aussehen soll. Gleiches gilt für den kompletten Lockdown. Da hätte ich mir mehr erhofft."

Quelle: ots/Rheinische Post
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