Wer keine Notbetreuung im Hort oder Großeltern in der Hinterhand hat und womöglich im Homeoffice arbeiten muss, für den bleibt das Familienleben eine tägliche Herausforderung.
 1-2 Minuten Lesezeit  217 Worte im Text  vor 32 Tagen

Von Berlins Eltern ist weiterhin ein langer Atem gefragt. Bis zu den Sommerferien, das hat die Senatsverwaltung für Bildung beschlossen, wird es keinen Präsenzunterricht mehr geben. Es bleibt beim Wechselunterricht - mal täglich drei Stunden für das Kind, mal tageweise abwechselnd oder auch eine Woche in der Schule, eine Woche zu Hause.

Es ist skurril, dass das Land in einer Situation, in der wir auf ein Infektionsgeschehen wie im März zusteuern, Schulen und Kitas öffnet.
Foto: Piqsels CC0

Die Teststrategie sollte hinterfragt werden

Wer keine Notbetreuung im Hort oder Großeltern in der Hinterhand hat und womöglich im Homeoffice arbeiten muss, für den bleibt das Familienleben eine tägliche Herausforderung. Und die wird so schnell nicht enden. Sechs letzte Wochen Wechselunterricht, danach sechs lange Sommerferienwochen.

Darum ist die Forderung "Wenn ihr schon die Biergärten und Museen aufmacht, dann macht auch die Schulen auf" vollkommen verständlich. Denn auch den Kindern und Jugendlichen fällt die Decke auf den Kopf. Sie wollen mit ihren Freunden zusammen sein.

Große Lernlücken werden kurz vor den Ferien nicht mehr geschlossen, da muss man sich nichts vormachen. Am Jahresende ist immer die Luft raus - und in diesem besonderen Jahr war sie nie drin. Aber: Wir haben inzwischen ausreichend Tests, um alle vor dem Unterricht zu testen.

Es geht nicht an, dass überall in der Stadt Dinge wieder möglich werden, nur bei den Schulen schaut man geflissentlich weg, nach dem Motto: sind ja bald Ferien. Eltern brauchen Entlastung, Schüler brauchen Struktur. Besser morgen als übermorgen.

Quelle: ots/Berliner Morgenpost
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