Samstag, 26 Sep 2020
Foto: Christian Horvat / Gemeinfrei (via Wikimedia Commons)
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Die Gewerkschaft Verdi übt scharfe Kritik an den Plänen des Handelskonzerns Metro, einen Teil der Real-Filialen an den Handelsriesen Edeka zu verkaufen. "Die Ausgliederung an selbstständige Kaufleute der Edeka bedeutet zum Beispiel, dass die vorhandenen Mitbestimmungsstrukturen zerschlagen werden", sagte Bundesvorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ, Samstagsausgabe). Nutzenberger bemängelt, dass beim geplanten Verkauf der SB-Warenhauskette Verdi-Tarifverträge und die Vertretung der Beschäftigten durch Betriebsräte "offenbar überhaupt keine Rolle" spielten.

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Der Düsseldorfer Mutterkonzern Metro will seine kriselnde Tochter Real an den Immobilien-Investor Redos verkaufen. Doch Metro und Redos wollen nur einen Teil der Real-Märkte künftig selbst betreiben. Unprofitable Standorte sollen geschlossen, die restlichen an andere Unternehmen weitergegeben werden. Bislang hat aber nur der Handelsriese Edeka sein Interesse an einem Paket von 87 Real-Filialen beim Kartellamt angemeldet. Die wettbewerbsrechtliche Prüfung dürfte Wochen dauern.

Der Verkaufsprozess zieht sich bereits seit mehr als einem Jahr hin. Die 34.000 Real-Mitarbeiter, die um ihre Stellen bangen, bitten jetzt die Bundesregierung und Kanzlerin Angela Merkel um Hilfe. "Wir leiden unter Zukunftsängsten und wollen endlich wissen, wie es weiter geht", schreiben sie in einem bewegenden Brief. "Unsere Familien leiden unter dem Druck der Ungewissheit, ob wir im Jahr 2020 unsere Arbeitsplätze noch haben werden oder nicht." Von der Bundesregierung fordern die Real-Beschäftigten nun, "ein Machtwort" zu sprechen.



Quelle: ots/Westdeutsche Allgemeine Zeitung
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