Donnerstag, 16 Jul 2020
Datenaustausch könnte die internationale Krebsforschung voranbringen.
Datenaustausch könnte die internationale Krebsforschung voranbringen. Foto: Michal Jarmoluk / CC0 (via Pixabay)
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Die G20-Länder haben Großes vor: Sie wollen die Barrieren für den internationalen Datenaustausch beseitigen und damit der globalen Wirtschaft zu einem neuen Aufschwung verhelfen. Die Initiative „Data Free Flow with Trust“ (DFFT) soll einen sicheren und länderübergreifenden Datentransfer ermöglichen. Der Weg dahin ist allerdings noch weit und steinig.

Doch was als Suche nach einer gerechteren Sprechweise begonnen hat, ist leider eine regelrechte Ideologie geworden.
Foto: Tim Mossholder

Kommentar zur Gendersprache

Die G20-Länder haben sich auf einen internationalen Datenaustausch geeinigt. In einer gemeinsamen Abschlusserklärung bekannten sich die 20 Nationen zu einer effektiven Datennutzung, um so Wirtschaftswachstum und Produktivität anzukurbeln. Langfristig sollen sich alle WTO-Mitgliedsländer der Initiative Data Free Flow with Trust anschließen, kurz DFFT. Die Idee dahinter: Zwar gibt es weltweit viele Daten, allerdings tauschen sich nur die wenigsten Länder dazu aus. Ein Beispiel: Zwar registrieren einzelne Forschungseinrichtungen, wann welche Patienten an Krebs erkranken und wie verschiedene Behandlungsmethoden wirken, allerdings werden diese Daten bisher nicht weitergegeben. Würden solche Daten anonymisiert ausgetauscht, könnte die Krebsforschung große Fortschritte erzielen.

Um das Potenzial der Datenwirtschaft vollständig zu entfalten, bedarf es laut der Initiative einer globalen Data Governance. Mit diesem einheitlichen Rahmenwerk sollen Datenschutz, Schutz des geistigen Eigentums und Datensicherheit gewährleistet werden. Das Problem dabei: Die Abschlusserklärung ist sehr vage formuliert und lässt viele Fragen offen. So fehlen beispielsweise Hinweise auf konkrete Aufgaben für die einzelnen Staaten. Das wäre aber dringend nötig, denn zum Teil haben die Länder grundverschiedene Auffassungen darüber, wie sich Daten optimal regulieren lassen. Während zum Beispiel die chinesische Regierung die Kontrolle des gesamten Datenverkehrs für sich beansprucht, setzt die EU im Rahmen der Europäischen Datenschutzgrundverordnung auf das Recht des Einzelnen, um persönliche Daten zu schützen. Es ist nicht geklärt, wie sich solche konträren Positionen verbinden lassen.

Gleichwohl ist die Initiative DFFT ein Schritt in die richtige Richtung. "Immerhin haben alle führenden Nationen inklusive China und der USA diesem Vorhaben zugestimmt und signalisiert, dass sie bereit sind, miteinander zu kooperieren", sagt IW-Datenexpertin Alevtina Krotova. "Dennoch ist der Weg zu einem freien und vertrauenswürdigen Datenaustausch noch sehr weit."



Quelle: IW Köln
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