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Montag, 30 Mär 2020
Foto: De-okin / CC BY-SA 3.0 (via Wikimedia Commons)
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BASF: Gründlich verschätzt. In den vergangenen Tagen war im Markt geradezu stündlich mit einer Gewinnwarnung der BASF gerechnet worden. Die Investoren waren auf schlechte Nachrichten aus dem weltgrößten Chemiekonzern eingestimmt, gleichwohl hat die Korrektur der Prognose für eine handfeste Überraschung gesorgt. Denn eine so drastische Kehrtwende hatte man nicht vermutet. War der Hersteller von Kunststoffen, Additiven und Pflanzenschutzmitteln bislang 2019 von einer leichten Ergebnissteigerung vor Sondereinflüssen ausgegangen, wird nun die Hiobsbotschaft verbreitet, dass es ein Einbruch von bis zu 30% werden könnte. Das hatten die Anleger in ihren kühnsten Schätzungen nicht erwartet. Entsprechend drastisch fällt die Kursreaktion in der Aktie des Dax-Unternehmens aus. BASF hatte sich im Februar nach einem schwachen Vorjahr mit einer mutigen Gewinnvorhersage aus dem Fenster gelehnt und einen Kontrapunkt zu Wettbewerbern gesetzt, die damals schon deutlich verhaltener in die Zukunft blickten. Der Chemiekonzern hatte bei aller geäußerten Zuversicht jedoch keineswegs die Bodenhaftung verloren. Das Management bereitete den Markt auf ein schwieriges erstes Halbjahr vor und machte keinen Hehl daraus, dass die Prognose ambitioniert ist und der laufende Turnus eine Herausforderung wird. BASF konnte darauf setzen, aus dem von Bayer erworbenen Saatgut- und Pflanzenschutzgeschäft ernten zu können. Auch erste Erfolge aus dem Sparprogramm sollten ihre Wirkung zeigen. Entscheidend für das Erreichen der Ziele war es jedoch, dass sich der Handelskonflikt zwischen den USA und China entspannen würde und sich zudem die Situation in der Automobilindustrie aufhellen würde - die wichtigste Kundengruppe. Diese Hoffnungen haben sich zerschlagen. Schon in den ersten sechs Monaten wuchs die globale Industrieproduktion erheblich langsamer als erwartet. Eine Erholung der Autoindustrie ist nicht zu erkennen. Dazu kommt eine schwache Entwicklung der US-amerikanischen Landwirtschaft, die von Unwettern und Überschwemmungen beeinträchtigt war. Zudem trägt der Handelsstreit dazu bei, dass der Absatz von US-Soja in China beeinträchtigt ist. In dem Umfeld musste BASF die Segel streichen. Die Chemie ist als Lieferant für alle großen Wirtschaftszweige weltweit eine zyklische Branche und ein Frühindikator für konjunkturelle Entwicklungen. Entsprechend knallt der Warnschuss der BASF weit über die Chemieindustrie hinaus. Quelle: ots/Börsen-Zeitung

In den vergangenen Tagen war im Markt geradezu stündlich mit einer Gewinnwarnung der BASF gerechnet worden. Die Investoren waren auf schlechte Nachrichten aus dem weltgrößten Chemiekonzern eingestimmt, gleichwohl hat die Korrektur der Prognose für eine handfeste Überraschung gesorgt. Denn eine so drastische Kehrtwende hatte man nicht vermutet. War der Hersteller von Kunststoffen, Additiven und Pflanzenschutzmitteln bislang 2019 von einer leichten Ergebnissteigerung vor Sondereinflüssen ausgegangen, wird nun die Hiobsbotschaft verbreitet, dass es ein Einbruch von bis zu 30% werden könnte. Das hatten die Anleger in ihren kühnsten Schätzungen nicht erwartet. Entsprechend drastisch fällt die Kursreaktion in der Aktie des Dax-Unternehmens aus.

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Foto: Photomat / CC0 (via Pixabay)

Investoren erlangen offenbar häufig ohne Wissen der Behörden Kontrolle über Immobilien in Deutschland

BASF hatte sich im Februar nach einem schwachen Vorjahr mit einer mutigen Gewinnvorhersage aus dem Fenster gelehnt und einen Kontrapunkt zu Wettbewerbern gesetzt, die damals schon deutlich verhaltener in die Zukunft blickten. Der Chemiekonzern hatte bei aller geäußerten Zuversicht jedoch keineswegs die Bodenhaftung verloren. Das Management bereitete den Markt auf ein schwieriges erstes Halbjahr vor und machte keinen Hehl daraus, dass die Prognose ambitioniert ist und der laufende Turnus eine Herausforderung wird.

BASF konnte darauf setzen, aus dem von Bayer erworbenen Saatgut- und Pflanzenschutzgeschäft ernten zu können. Auch erste Erfolge aus dem Sparprogramm sollten ihre Wirkung zeigen. Entscheidend für das Erreichen der Ziele war es jedoch, dass sich der Handelskonflikt zwischen den USA und China entspannen würde und sich zudem die Situation in der Automobilindustrie aufhellen würde - die wichtigste Kundengruppe. Diese Hoffnungen haben sich zerschlagen.

Schon in den ersten sechs Monaten wuchs die globale Industrieproduktion erheblich langsamer als erwartet. Eine Erholung der Autoindustrie ist nicht zu erkennen. Dazu kommt eine schwache Entwicklung der US-amerikanischen Landwirtschaft, die von Unwettern und Überschwemmungen beeinträchtigt war. Zudem trägt der Handelsstreit dazu bei, dass der Absatz von US-Soja in China beeinträchtigt ist. In dem Umfeld musste BASF die Segel streichen.

Die Chemie ist als Lieferant für alle großen Wirtschaftszweige weltweit eine zyklische Branche und ein Frühindikator für konjunkturelle Entwicklungen. Entsprechend knallt der Warnschuss der BASF weit über die Chemieindustrie hinaus.



Quelle: ots/Börsen-Zeitung
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Foto: Gerd Altmann / CC0 (via Pixabay)

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