#zeitfokus.

Donnerstag, 04 Jun 2020
Foto: UN Climate Change / Flickr (CC)
 1-2 Minuten Lesezeit  210 Worte im Text  Vor mehr als einem Jahr

Der Appell der UN-Klimachefin an die Teilnehmer des bevorstehenden Gipfels in Paris ist ebenso berechtigt wie drängend.

Julia Klöckner
Foto: Olaf Kosinsky / CC BY-SA 3.0 de (via Wikimedia Commons)

Klöckner: Werden Kükentöten und betäubungslose Ferkelkastration beenden

Nur wenn die Weltgemeinschaft ihre Anstrengungen gegen die voranschreitende Erderwärmung noch einmal beträchtlich erweitert, wird das allgemein propagierte Ziel von höchstens zwei Grad Temperaturanstieg noch zu erreichen sein. Das bedeutet: Alle nationalen Maßnahmen, die bisher als Selbstverpflichtung der Regierenden bloß auf dem Papier stehen, müssen nicht nur zu 100 Prozent umgesetzt werden - notwendig ist sogar ein üppiger Nachschlag bei der Reduzierung der globalen Schadstoffemissionen.

Was 1997 mit dem Protokoll von Kyoto begann, ist ein langwieriger Prozess der menschlichen Selbsterhaltung. Mit nachhaltigem Klimaschutz kämpfen Inselstaaten buchstäblich gegen den Untergang, viele Regionen der Welt gegen unerträgliche Hitze und bedrohliche Verwüstung.

Rückschläge wie 2009 beim Kopenhagener Klimagipfel können sich die Teilnehmerstaaten jetzt nicht mehr leisten. Die Uhr tickt. Deutschland ist von seiner früheren Rolle als Vorreiter des Klimaschutzes und Musterschüler unter den Europäern eigenmächtig abgerückt. Die ehemalige "Klimakanzlerin" Angela Merkel hat ihren Ruf in den letzten Jahren durch weitgehende Zugeständnisse an Energieversorger, Autoindustrie und Immobilienbesitzer eingebüßt.

Das Treffen in Paris bietet nun die Chance zur Wiedergutmachung. Zusammen mit den EU-Partnern muss Berlin dafür sorgen, dass der internationale Klimaschutz wieder an Fahrt aufnimmt und nicht schon auf halber Strecke schlapp macht.



Quelle: ots / Südwest Presse


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