Dienstag, 07 Jul 2020
Foto: Maqi / CC BY-SA 3.0 (via Wikimedia Commons)
 1-2 Minuten Lesezeit  260 Worte im Text  vor 335 Tagen

Es ist gut, Fragen und Forderungen nach Kosten für Fleisch zu stellen. Diese Debatte muss transparent und ehrlich geführt werden. Dann kann man auch besser über den Preis entscheiden. Den Preis für das Fleisch, für das Leiden der Tiere, das Klima, die Umwelt, unsere Gesundheit und unser Gewissen. Und dann können wir auch besser beurteilen, was uns unsere Ernährung wert ist. Und wie es um das Leben und Sterben von Rindern, Schweinen und Hühnern bestellt ist, deren Zeit vor dem Tod mit artgerechter Haltung oft nichts mehr zu tun hat.

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Es muss Klarheit darüber herrschen, wie stark die Europäische Union die Massentierhaltung beziehungsweise den Futtermittelanbau für die vielen Tiere subventioniert und den Fleisch-Einkauf im Supermarkt vergünstigt. Wichtig an diesem Ringen um den Fleischpreis ist, dass jene Bürger erreicht werden, die sich Biofleisch nicht leisten können oder wollen oder sich bisher darüber noch keine Gedanken gemacht haben. Es gibt viele Menschen, die das einfach nicht bezahlen können. Eine Mehrwertsteuererhöhung würde auf sie wie eine Bestrafung wirken. So etwas führt selten zum Umdenken. Auf das hoffen gerade die Grünen.

Wichtig ist die Erkenntnis: Billiges Fleisch ist in Wirklichkeit nicht billig, sondern es kommt uns teuer zu stehen. Die Kosten tragen wir nur anders, weil uns die Massentierhaltung deren wahre Höhe verschleiert. Über den Grundwasserpreis, die Krankenkassen, das bevorstehende Klimaschutzpaket. Subventionen für Massentierhaltung sollten drastisch zurückgefahren und die Ware für den Verbraucher klar gekennzeichnet werden. Fleisch ist wertvoll. Es muss seinen Preis haben. Eine Konsequenz könnte sein, den Fleischkonsum zu reduzieren. Weniger ist mehr. Für Mensch und Tier.



Quelle: ots/Rheinische Post
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