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Weimar (ots) - Der Chef? Gesperrt. Der wohl heißeste Kandidat auf dessen Nachfolge? Aus dem Verkehr gezogen. Der Generalsekretär? Ebenfalls gesperrt. Chung Mong Joon war auch ein Kandidat für das Präsidentenamt. Er bekam gleich sechs Jahre aufgebrummt. Über dem Weltfußball-Verband sind keine Gewitterwolken aufgezogen, er ist von einem Beben erschüttert worden.

"Was wir nicht wirklich brauchen, ist ein Schwelgen in rot-grüner Nostalgie", sagte Althusmann
Foto: Olaf Kosinsky / CC BY-SA 3.0 de (via Wikimedia Commons)

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Überrascht ist indes niemand. Jahrelang nämlich hatte der Seismograph verdächtige Aktivitäten aufgezeichnet. Überraschend ist - wenn überhaupt - die Tatsache, dass tatsächlich die Ethikkommission, ein Gremium des einst so mächtigen wie unantastbar erscheinenden Verbandes also, nun höchst persönlich die komplette Führungsspitze aus dem Verkehr gezogen hat.

Als sich Jospeh Blatter noch mit Händen und Füßen gegen alle Vorwürfe wehrte, brachte sich Michel Platini schon in Stellung, um vom kommenden Jahr an die Fifa zu führen. Dabei wird der Franzose nun selbst mit dubiosen Geldzahlungen in Verbindung gebracht, weshalb Blatter ja von der Bundesanwaltschaft in der Schweiz bereits mit einem Strafverfahren belegt worden war.

Nebenbei hat nun auch der Deutsche Fußball-Bund ein kleines Problem, der sich bislang ja so vehement für Platini als Blatter-Nachfolger eingesetzt hat. Auch der DFB also muss sich nun neu orientieren.

Denn fest scheint zu stehen, dass Platini keine Chance mehr haben wird, einmal den Weltfußballverband zu leiten. Schließlich ist kein Gewitter aufgezogen, bei dem ein paar Stunden später wieder die Sonne scheint, als sei nichts gewesen. Es ist ein Beben. Da bleibt kein Stein auf dem anderen. Genau das aber ist die einzige Chance für den Verband, einen ehrlichen Neuanfang zu starten. Das geht nur mit neuen Gesichtern und neuen Strukturen.



Quelle: Thüringische Landeszeitung


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