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Walter Riester hält die staatlich geförderte private Altersvorsorge aktuell als die beste Möglichkeit, freiwillig vorzusorgen: "Sie leistet einen wichtigen Beitrag dazu, dem zunehmenden Problem von Altersarmut vorzubeugen", sagte der frühere Bundesarbeitsminister (SPD) auf einer Veranstaltung der Versicherungsgruppe die Bayerische in Heidelberg. "Es gibt in Deutschland kein Sparen fürs Alter, das nur annähernd so gut auf die Lebenswirklichkeit der Menschen eingeht und die Breite der Bevölkerung einbezieht."

In den nächsten Tagen und Wochen gilt es, die Ursachen für das Ergebnis zu analysieren.
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Erst einmal tief Luft holen

Die nach ihm benannte Riester-Rente sei mit über 16 Millionen Nutzern ein Erfolgsmodell. Sie biete eine einzigartige Kombination von maximaler Sicherheit, hoher Attraktivität für die Versicherten und beziehe zudem die Beschäftigten ein. Walter Riester verteidigt das von ihm konzipierte Angebot auch gegen jüngste Kritik: "Die Förderkriterien würde ich heute exakt genauso wieder festlegen."

Der Vorwurf mangelnder Rendite oder höherer Kosten sei ungerechtfertigt: "Die Riester-Rente rechnet sich durch die hohen staatlichen Zuschüsse für jeden. Unterm Strich ist damit die Rendite für die Bürger unübertroffen. Besserverdienende können zudem die Steuervorteile nutzen."

Den jüngsten Vorschlägen einer "Deutschland-Rente" erteilte Walter Riester auf der Veranstaltung der Bayerischen eine Absage: "Das einzig Neue daran ist der Name. Die Idee selbst ist uralt und wurde bereits in der Vergangenheit als nicht praxisgerecht verworfen." Diese Deutschland-Rente als Alternative zur Riester-Rente hatten Ende vergangenen Jahres der hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (Grüne), Sozialminister Stefan Grüttner (CDU) und Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) gefordert.

Zudem sei eine neue staatlich verwaltete Rente nicht zum Nulltarif zu haben, wie behauptet, sondern verursache natürlich auch Kosten, die die Gemeinschaft der Rentenversicherten und Steuerpflichtigen zu begleichen habe. "Der wunde Punkt der Deutschland-Rente ist das Problem, dass die Rentenversicherung als Träger nicht in der Lage ist, den Vertrieb des Produktes zu übernehmen. Denn man muss die Menschen aktiv davon überzeugen, Rückstellungen fürs Alter zu bilden." Sonst fehle jedem Altersvorsorgeprodukt die Akzeptanz bei den Bürgern. Und eine neue "Zwangsrente" sei politisch nicht durchsetzbar.

Der frühere Bundesarbeitsminister begrüßt außerdem die Initiative "pro Riester" (www.proriester.de), die sich Aufklärung von Fachleuten und Verbrauchern zu diesem Thema auf die Fahnen geschrieben hat: "Diese Aufklärungskampagne hilft, sich mit dem Thema zusätzlicher Altersvorsorge zu beschäftigen und die Chancen einer geförderten Rente herauszuarbeiten. Eine zusätzliche private Altersvorsorge ist unabdingbar, um bei steigender Rentendauer die eigenen Lebensansprüche zu ermöglichen."

"Die Riester-Rente ist eine wunderbare Lösung, etwas für die eigene Altersversorgung zu tun", sekundiert Martin Gräfer, Vorstand der Versicherungsgruppe die Bayerische, die ebenfalls Gründungsmitglied von pro Riester ist.



Quelle: ots/die Bayerische


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