Samstag, 26 Sep 2020
Foto: Chris Fithall / CC BY 2.0 (via Flickr)
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Die deutschen Züchter weisen die Kritik an Langstreckenexporten von Rindern als unberechtigt zurück. Bianca Lind vom "Bundesverband Rind und Schwein" sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung": "Die Kritik ist übertrieben. Fakt ist: Die gesetzlichen Anforderungen werden eingehalten." Das gelte auch auf mehrtägigen Langstreckentransporten beispielsweise nach Usbekistan oder Nordafrika. Verbandschefin Lind betonte, dass bis heute keine Beweise vorgelegt worden seien, dass Export-Rinder auf Langstreckenfahrten gelitten hätten. Offenbar stecke hinter den Vorwürfen das Ansinnen, Tiertransporte grundsätzlich verbieten zu wollen, so Lind.

Die Koalition hat hier eine Kaufprämie durch die Hintertür auf den Weg gebracht - einen Porsche-Rabatt.
Foto: Ferran Cornellà / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)

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Zuletzt hatte es immer wieder Zweifel am ordnungsgemäßen Export der Tiere in Drittstaaten außerhalb der EU gegeben. In einzelnen Bundesländern waren Transporte Richtung Nordafrika und Türkei gestoppt worden. Transporteure klagten dann erfolgreich gegen diese Entscheidungen. Zudem waren Mängel bei Versorgungsstationen auf Routen nach Usbekistan, Kasachstan und Südost-Russland entdeckt worden. Die Transporte sind in dieser Woche Thema auf der Agrarministerkonferenz in Mainz. Möglicherweise beschließen die zuständigen Ressortchefs der Länder hier schärfere Regeln. Tierschutz ist in Deutschland Sache der Bundesländer.

2018 waren 67.000 Rinder von Deutschland in Länder außerhalb der EU exportiert worden. Verbandschefin Lind sagte, es sei auch im wirtschaftlichen Interesse der Züchter, dass die Tiere wohlbehalten ihr Ziel erreichten. Lind verwies darauf, dass ihr Verband neue Standards für den Transport von Tieren definiert habe. Gesundheitszustand der Tiere, Transportwege und Ähnliches sollen digital in einer Datenbank erfasst werden. Bund und Länder arbeiten ebenfalls an einem digitalen Verzeichnis, durch das Transportrouten leichter überprüft werden können.



Quelle: ots/Neue Osnabrücker Zeitung
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