Wenn die Behörden jetzt verstärkt Gäste kontrollieren, ob sie sich korrekt eintragen, ist das richtig.
Wenn die Behörden jetzt verstärkt Gäste kontrollieren, ob sie sich korrekt eintragen, ist das richtig. Foto: Pexels
 1-2 Minuten Lesezeit  246 Worte im Text  Vor mehr als einem Jahr

Unter falschem Namen zu reisen, zu speisen, sich einzutragen und anzumelden, war schon immer ein Fall für Privatdetektive, Polizei, Justiz oder Meldebehörde. Waren vormals vor allem Liebespaare, Hochstapler und Betrüger unter den Verdächtigen, sind es heute nicht selten Corona-Daten-Verweigerer. Weil diese partout ihre Identität nicht preisgeben wollen, tragen sie sich im Restaurant oder beim Friseur unter falschem Namen ein. Wer so handelt, muss mit empfindlichen Strafen rechnen. Richtig so? Das prüfen Datenschützer und Gerichte.

"Was wir nicht wirklich brauchen, ist ein Schwelgen in rot-grüner Nostalgie", sagte Althusmann
Foto: Olaf Kosinsky / CC BY-SA 3.0 de (via Wikimedia Commons)

Vize-Ministerpräsident Althusmann kritisiert Regierungschef Weil für Koalitionsaussage

Die müssen bewerten, ob angemessen und rechtlich vertretbar ist, was derzeit an Namen, Daten, Fakten gesammelt wird, um gegebenenfalls Ansteckungswege nachvollziehen zu können. Über allem steht das hohe Gut des Gesundheitsschutzes. Doch hat nicht jeder Verständnis dafür, dass penibel mit Namen und Anschrift erfasst wird, wer wann und wo gesessen und etwas Leckeres verspeist hat. Zum einen wird die Sinnhaftigkeit der Datenerfassung in Zweifel gezogen. Zum anderen und vor allem besteht die Sorge, ob mit den erfassten Daten verantwortungsvoll umgegangen wird.

Und natürlich müssen Wirte und Friseure besondere Sorgfalt walten lassen. Sie dürfen die Namen ihrer Gäste und Kunden keinesfalls weitergeben oder für Werbezwecke missbrauchen. Wenn die Behörden jetzt verstärkt Gäste kontrollieren, ob sie sich korrekt eintragen, ist das richtig. Die Aufmerksamkeit muss aber gleichermaßen den Unternehmen gelten. Datenschutz ist ebenfalls ein hohes Gut. Allerdings sollten sich alle, die sich jetzt als Corona-Daten-Verweigerer positionieren, fragen, ob die Aufregung lohnt. Schließlich geben viele weit mehr Informationen über sich ganz freiwillig in den sozialen Medien preis.

Quelle: ots/Rheinische Post
#mehrNachrichten
Der Green Deal sieht unter anderem vor, dass zehn Prozent der Land- und Meeresflächen in Europa unter strengen Schutz gestellt werden.

Milliardenschäden durch von der EU geplante Flächenstilllegungen

Die Wald- und Landbesitzer in Deutschland sprechen sich vehement gegen mögliche Flächenstilllegungen im Rahmen des von der Europäischen Union geplanten Green Deal aus. "Zehn Prozent...
In Zeiten der Wirtschaftserholung nach dem letztjährigen Pandemieschock darf man sich von üppigen Wachstumsraten nicht blenden lassen.
Foto: Nuno Alberto

Reise rückwärts: Die Konjunkturellen Entwicklung in China

Chinas Industrieproduktion ist im April um fast 10 Prozent gestiegen, die Einzelhandelsumsätze sind um knapp 18 Prozent in die Höhe geschnellt und die Anlageinvestitionen brummen mit 20 Prozent...
Back To Top