Jürgen Trittin
Jürgen Trittin Foto: Heinrich-Böll-Stiftung / CC BY-SA 2.0 (via Flickr)
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Grünen-Außenpolitiker Jürgen Trittin hat der Bundesregierung eine Mitschuld an der Eskalation des US-Iran-Konflikts gegeben und einen sofortigen Abzug aller deutschen Truppen aus dem Irak gefordert. "Es rächt sich, dass die Bundesregierung bei der angekündigten Rettung des Atomabkommens total versagt hat", sagte Trittin der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ). Der UN-Sicherheitsrat müsse sofort zu einer Krisensitzung einberufen werden, um eine weitere Eskalation zu verhindern.

Kristin Brinker, eine Gegnerin von Fraktionschef Georg Pazderski, hat nach einer heftigen Sitzung der Abgeordneten nun sogar ihren Rücktritt erklärt.
Foto: Sandro Halank, Wikimedia Commons, CC-BY-SA 3.0

Rechter Intrigantenstadl

"Außerdem erwarte ich, dass die Bundesregierung umgehend die deutschen Soldatinnen und Soldaten im Irak abzieht", sagte Trittin der NOZ. "Die Sicherheitslage ist nicht mehr verantwortbar. Dieser Einsatz ist auch darüber hinaus nicht mehr zu rechtfertigen." Die Bundeswehr ist mit rund 160 Soldatinnen und Soldaten bei Bagdad sowie im Nordirak an der Ausbildung einheimischer Sicherheitskräfte beteiligt.

Trittin reagierte auf den US-Luftangriff im Irak, bei dem ein hoher iranischer Militär getötet worden war. "Was mit der einseitigen Kündigung des Atomabkommens mit dem Iran durch die USA seinen Anfang nahm, hat jetzt seine leider zu erwartenden katastrophalen Folgen: Das Pulverfass im Nahen Osten droht zu explodieren", sagte der Grünen-Außenexperte. "Die Strategie, die sowohl Trump als auch Chamenei betreiben, heißt ,Auge um Auge, Zahn um Zahn'. Es droht ein Krieg, der nur Verlierer kennt. Er bedroht die Sicherheit Israels und Europas", zeigte sich Trittin alarmiert.



Quelle: ots/Neue Osnabrücker Zeitung
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