Justizgebäude München (Absperrung und Wartezone, aufgebaut für den NSU-Prozess)
Justizgebäude München (Absperrung und Wartezone, aufgebaut für den NSU-Prozess) Foto: Metropolico.org / Flickr (CC)
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Der Rechtsanwalt Mehmet Daimagüler, Vertreter der Nebenklage im NSU-Prozess, wertet die jüngste Aussage der Hauptangeklagten Beate Zschäpe vor dem Oberlandesgerichts München nicht als entlastend.

Demnach meldeten Mitarbeiter im Rahmen einer internen Sonderauswertung für Juni 2020 insgesamt 106 private Finanzgeschäfte mit Bezug zur Wirecard AG.
Foto: Thomas Wolf / CC0 via Wikimedia Commons

Bafin-Mitarbeiter schlossen Wirecard-Geschäfte noch nach Insolvenzmeldung ab

"Sie hat nur das zugegeben, was ohnehin beweisbar war", sagte er der in Halle erscheinenden "Mitteldeutschen Zeitung" (Freitag-Ausgabe).

"Sie hat keine Sensationen aufgetischt." Vielmehr habe Zschäpe auch nach dem Tod von Uwe Böhnhardt und Uwe Mundlos "wie am Schnürchen funktioniert. Sie hat die Wohnung abgebrannt und dabei den Tod von drei Menschen in Kauf genommen. Und sie hat die Bekenner-Videos verschickt. Das sind Vorgänge, die für sich sprechen und die man auch nicht wegdiskutieren kann." Der von ihr belastete Mitangeklagte André Eminger habe ohnehin mit einer Verurteilung rechnen müssen, betonte Daimagüler und fuhr fort: "Ihre erste Aussage war verheerend. Und ihren Anwälten war klar, dass jetzt mal Butter bei die Fische musste." An Zschäpes offensichtlicher Schuld ändere das nichts.



Quelle: Mitteldeutsche Zeitung


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