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Es sind drastische Fälle, von denen die Vorsitzende des Elternvereins berichtet. Wenn es mittlerweile zur Normalität von Grundschülern gehört, Chatnachrichten mit pornografischen und gewaltverherrlichenden Videos zu verschicken, muss man konstatieren, dass in Erziehung und Bildung jahrelang etwas gehörig schief gelaufen sein muss. Dass selbst Siebenjährige immer häufiger keinen Respekt mehr vor ihren Lehrern zeigen und sogar mit Stühlen auf sie losgehen, so dass manche Lehrer selbst vor Grundschülern Angst haben, ist nicht weniger als eine Bankrotterklärung.

Der einstmals unbeliebte Franke hat heute deutschlandweit höhere Akzeptanzwerte als sein rheinischer Kollege.
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Aber wirklich wundern muss man sich darüber nicht, wenn man sich die Ausbildung der Lehrer genauer ansieht. Sie sind nur oberflächlich für den Umgang mit Gewalt geschult. Auch die Medienkompetenz lässt bei vielen zu wünschen übrig. Manche sind mit der aktuellen Kinder-Generation überfordert, die ihnen im Umgang mit Smartphones und sozialen Medien zum Teil haushoch überlegen ist. Daher bekommen viele Lehrer Mobbing in ihren Klassenräumen auch gar nicht oder erst viel zu spät mit, obwohl es öffentlich stattfindet. Aber diese neue Öffentlichkeit heißt eben nicht Schulhof, sondern Whatsapp-Chat, in der alle Schüler versammelt sind - nur der Lehrer bleibt außen vor.

Den Lehrern kann man deshalb keinen Vorwurf machen. Auch können sie natürlich nicht alle Versäumnisse des Elternhauses auffangen. Die Fehler liegen in einer verfehlten Schulpolitik, die nicht mit der Zeit gegangen ist. Warum werden Lehrer nicht schon längst intensiv in Gewaltprävention während des Studiums ausgebildet, obwohl man schon lange weiß, dass es Gewalt und Mobbing an Schulen gibt? Nur gut, dass die Politik endlich verstanden hat und weiß, dass diesbezüglich etwas getan werden muss. Bleibt zu hoffen, dass den Worten auch Taten folgen.



Quelle: ots/Rheinische Post
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