Foto: Jun Teramoto / Flickr (CC BY-SA 2.0)
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Stärke 9 hatte das Erdbeben, das den Tsunami auslöste. Und es passierte, was offiziell unmöglich war: Die Kühlsysteme des Atomkraftwerks versagten, es kam zur Kernschmelze, ein ganzer Landstrich wurde verseucht, die Menschen mussten ihre Heimat verlassen.

"Ich fürchte die Signalwirkung für Funktionäre vom Schlage des zurückgetretenen Schalker Aufsichtsrats-Chefs Tönnies, die eigentlich über große Vermögen verfügen, aber im Notfall mit dem Klingelbeutel vor der Politik stehen."
Foto: Rosa Luxemburg-Stiftung / CC BY 2.0 (via Flickr)

Kevin Kühnert gegen NRW-Landesbürgschaft für Schalke 04

Bis heute kämpft das Land mit den Folgen. Mit Kosten von geschätzt 100 Milliarden Euro für die Bewältigung des Unglücks ist das riesige Ausmaß der Katastrophe nur in Zahlen umrissen - das Leid der Menschen ist nicht zu messen.

Was im fernen Japan geschah, verursachte in Deutschland ein politisches Erdbeben. Aus der Atompartei CDU wurde quasi über Nacht die Partei der Energiewende. Dieselbe Regierung, die kurz zuvor Laufzeitverlängerungen beschlossen hatte, wollte nun so schnell wie möglich raus aus der Technologie. Es begann ein beispielloser energiepolitischer Umbau der Republik, der bis heute nicht abgeschlossen ist und große wirtschaftliche Verwerfungen auslöste. Alternativlos?

Heute blicken die Bürger Nordrhein-Westfalens mit Sorge gen Westen. In Tihange bei Lüttich und in Doel bei Antwerpen arbeiten belgische Uraltreaktoren, die seit Monaten im Pannentakt hoch- und runtergefahren werden. Ein vertuschter Störfall im französischen Atomkraftwerk Fessenheim im April 2014, der erst jetzt ans Licht kam, gibt Befürchtungen neue Nahrung. Fukushima markiert einen Wendepunkt, doch mit den Risiken der Atomtechnologie werden die Menschen noch lange leben müssen.



Quelle: ots/Westdeutsche Allgemeine Zeitung


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