#zeitfokus.

Samstag, 30 Mai 2020
Foto: Wiener SPÖ Frauen / CC BY-ND 2.0 (via Flickr)
 1-2 Minuten Lesezeit  257 Worte im Text  vor 226 Tagen

Den Worten folgen Taten. Auf diese einfache Formel kann man den Hass gegen Politiker zusammenfassen. Wer im Netz Hass sät, legt den Grundstein für Gewalt und ist in letzter Konsequenz mit verantwortlich für Taten wie dem Mord am Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke.

Greta Thunberg
Foto: Lëa-Kim Châteauneuf / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)

Ein bisschen Greta

Dass wir alle auf unsere Sprache achten müssen, ist essenziell für ein friedliches Zusammenleben und den Diskurs. Das fängt im Alltag und ganz klein an. So ist Empörung ein scharfes Schwert. Wer es immer wieder schwingt, macht es stumpf. Und ist es stumpf, müssen noch drastischere Worte und noch krassere Vergleiche her, um noch Gehör zu finden im Grundrauschen der "sozialen" Medien, in denen die einzige Währung die zählt, die der Aufmerksamkeit ist.

Wer das nicht glaubt, kann sich im Netz Alltagsdebatten raussuchen. Da wird in den Kommentarspalten ein Falschparker oder ein rabiater Radfahrer schnell zur größten Katastrophe der Menschheitsgeschichte. Es hat Auswirkungen auf unsere Debattenkultur, wenn es weniger Grautöne gibt. Wer mit den Ansichten einer jungen Grünen-Politikerin nicht klarkommt, wird dann schneller persönlich abwertend. Wer die Innenpolitik eines SPD-Politikers nicht mag, wirft dann auch schneller Farbbeutel. Und wer einen AfD-Politiker verachtet, greift ihn und seine Frau auch schneller im privaten Umfeld an. Das darf nicht sein.

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass viele Politiker nicht unschuldig sind an dieser Entwicklung. Wer wie die AfD Unsagbares ("Vogelschiss der Geschichte") plötzlich sagbar macht, beschädigt den Diskurs und radikalisiert ihn. Und wer darauf mit Gegengewalt antwortet, macht mit bei diesem Spiel, bei dem es am Ende nur Verlierer geben wird.



Quelle: ots/Berliner Morgenpost
#mehrNachrichten
Es sei "absolut vorbildlich, wie sich die junge Generation seit inzwischen mehr als zwei Monaten verhält.
Foto: Heinrich-Böll-Stiftung / CC BY-SA 2.0 (via Flickr)

Habeck fordert Wahlrecht mit 16 als Anerkennung für "politische Reife" in Corona-Zeit

Grünen-Chef Robert Habeck hat das Verhalten von Jugendlichen in der Corona-Zeit gelobt und will sie durch ein Wahlrecht ab 16 Jahren stärker beteiligen. Es sei "absolut vorbildlich, wie sich die...
Die Bedenken vor Überwachung sind groß.
Foto: Omni Matryx

Gefährliche Verschwörung

Nein, es wird nicht an einer Impfpflicht mit heimlicher Einpflanzung eines Überwachungs-Mikrochips gearbeitet, und das Coronavirus ist auch keine Erfindung des Staates zur Unterdrückung seiner...
Allerdings werden die Kontrollen zu den südlichen und süd-westlichen Nachbarn bis 15. Juni verlängert. Hier ist also noch Geduld gefragt.
Foto: Imre Tömösvári

Bitte mehr Plan als beim Schließen

Es gibt eine gute und eine schlechte Nachricht zu Europas Binnengrenzen. Die Gute: Die europaweite Debatte über ein Ende der Grenzkontrollen ist in vollem Gang und es gibt kleine Fortschritte. So...
Das Gesamtvolumen des Bundesprogramms wird bis August mit 25 Milliarden Euro beziffert.
Foto: Michal Jarmoluk

Bundesregierung plant neue Corona-Hilfen für Mittelstand

Die Bundesregierung plant, Betrieben mit bis zu 249 Mitarbeitern in den nächsten sechs Monaten Corona-Soforthilfen in Höhe von monatlich bis zu 50.000 Euro zu zahlen. "Ziel der Überbrückungshilfe...
Das heißt, dass jetzt nach und nach die ersten Mütter und Väter wieder aus der Lohnfortzahlung herausfallen.
Foto: Daniela Dimitrova

Trotz scharfer Kritik: Bundesregierung will Lohnfortzahlung für Eltern nicht nachbessern

Die Bundesregierung plant trotz wachsender Kritik keine Verbesserungen für Eltern, die wegen des eingeschränkten Betriebs in Kitas und Schulen nicht arbeiten gehen können und auf...
Bundesfinanzminister Olaf Scholz sieht die Grenzen der staatlichen Belastbarkeit erreicht.
Foto: Heinrich-Böll-Stiftung / CC BY-SA 2.0 (via Flickr)

Grenzen der staatlichen Hilfen

Angesichts der Forderungen nach weiteren Milliardenhilfen und Abwrackprämien für die Automobilindustrie sieht Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) Grenzen der staatlichen Belastbarkeit erreicht....
Was hängen bleibt: Egoismus und brutaler Umgang in der SPD.
Foto: SSGT Cherie A. Thurlby, USAF - Still Image: 011016-F-7203T-002 / Gemeinfrei (via Wikimedia Commons)

Brutale Sozialdemokraten

Man muss nicht gedient haben, um Wehrbeauftragter des Bundestags zu werden. Es geht nicht um den eigenen Dienst an der Waffe, sondern um die parlamentarische Kontrolle, wie es den Soldatinnen und...
Back To Top