#zeitfokus.

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 1-2 Minuten Lesezeit  246 Worte im Text  vor 136 Tagen

Mit einigem Abstand betrachtet erscheint der Streit zwischen Landwirten, Politik und Verbrauchern absurd. Denn im Ziel sind sich alle einig: Die Umwelt soll nicht zugrunde gehen, deutsche Landwirte sollen ihre Höfe künftig nicht ausschließlich für Touristen öffnen müssen, sondern sollen dort (auch) Lebensmittel produzieren und die Verbraucher wollen Produkte aus der Region auch ohne das Gehalt eines Managers bezahlen können. Doch der Weg dorthin ist lang. Und der Streit ist emotional bereits so aufgeladen, dass er sich zu einem Stadt-Land-Konflikt auszuwachsen droht.

Es fehlt derzeit an Personal, das Schadholz aus Wäldern entfernt und neue Bäume pflanzt.
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Corona-Epidemie bremst Aufräumen und Pflanzen in geschädigten Wäldern aus

In dieser Gemengelage ist es enorm schwierig, vernünftige Agrarpolitik zu betreiben. Doch dieses Problem jeder Landwirtschaftsministerin und jedes Landwirtschaftsministers ist hausgemacht. Denn zu lange ließen Bundes- und Landesregierungen eingeübte Arbeitsprozesse in der Landwirtschaft zu - wohlwissend oder zumindest ahnend, dass diese irgendwann die natürlichen Grenzen ganzer Ökosysteme sprengen würden. An diesem Punkt sind wir nach wissenschaftlichen Erkenntnissen jetzt angelangt. Jetzt muss alles schnell gehen und der Frust ist auf allen Seiten groß.

Dabei sind geeignete Dialogveranstaltungen und ein verbales Abrüsten die einzigen Gegenmittel, die daran kurzfristig etwas ändern können. Politiker, der Handel, die Landwirte und Einwohner aus Dörfern und Städten gehören an einen Tisch, möglichst niederschwellig, ohne Promi-Faktor. Wenn Menschen in einer Großstadt wissen, was im Umland für Betriebe existieren und welche Produkte von dort stammen, ist schon viel gewonnen. Bauern und Konsumenten müssen umdenken, die Politik muss bei Umweltauflagen härter bleiben und gleichzeitig die finanzielle Unterstützung für Landwirte umbauen. Denn im Ziel sind sich ja alle einig.



Quelle: ots/Rheinische Post
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