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Franziska Giffey hat sich entschieden gegen Ausgangssperren ausgesprochen.
Franziska Giffey hat sich entschieden gegen Ausgangssperren ausgesprochen. Foto: usbotschaftberlin / Gemeinfrei (via Wikimedia Commons)
 1-2 Minuten Lesezeit  270 Worte im Text  vor 73 Tagen

Bundesfamilien- und Jugendministerin Franziska Giffey (SPD) hat sich entschieden gegen Ausgangssperren ausgesprochen und junge Leute zur Einhaltung der Corona-Schutzregeln aufgerufen. "Eine Ausgangssperre ist eine erhebliche Einschränkung der persönlichen Freiheit und kann immer nur das allerletzte Mittel sein. Wir wollen das möglichst vermeiden", sagte die Ministerin im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ).

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Fehlgriff

Alarmiert zeigte sich Giffey über das Verhalten vieler Jugendlicher: "Es ist mir unbegreiflich, wenn manche weiter Grillpartys feiern, als wäre nichts geschehen. Es ist ignorant, sich jetzt noch zu ,Corona-Partys' zu verabreden", sagte sie der NOZ und ergänzte: "Als Jugendministerin möchte ich an alle jungen Leute appellieren: Hört auf damit!"

Mit Blick auf die Debatte über Ausgangssperren rief Giffey die Bevölkerung ausdrücklich auf, an die frische Luft zu gehen: "Der Frühling kommt. Vitamin D ist wichtig. Ein starkes Immunsystem schützt. Deswegen: Gehen Sie raus, gehen Sie spazieren, tanken Sie Sonne. Das ist gut für die Gesundheit und gut für Gemüt und Seele", sagte die Ministerin der NOZ und fügte hinzu: "Aber nicht in großen Gruppen und bitte kein Handgeben, kein Bekannten-Umarmen, keine Küsschen." Alle müssten Abstand halten und enge Kontakte herunterfahren, sagte Giffey. "Dazu gehört es auch, Geburtstagsfeiern zu verschieben und auf Reisen zu verzichten."

Es seien viele Maßnahmen ergriffen worden, von der Schließung der Kitas und Schulen bis zur Absage aller Veranstaltungen und Versammlungen. "Es ist unverantwortlich, wenn Menschen jetzt vereinbarte Regeln einfach nicht beachten", betonte Giffey und mahnte: "Wenn zu viele Menschen unvernünftig und unsolidarisch sind und die Maßnahmen deshalb nicht wirken, muss womöglich doch über härtere Einschränkungen nachgedacht werden. Dem kann jede und jeder Einzelne entgegenwirken."

Quelle: ots/Neue Osnabrücker Zeitung
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