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Milliardenschäden durch von der EU geplante Flächenstilllegungen

Die Wald- und Landbesitzer in Deutschland sprechen sich vehement gegen mögliche Flächenstilllegungen im Rahmen des von der Europäischen Union geplanten Green Deal aus. "Zehn Prozent Flächen-Stilllegungen in Deutschland bedeuten rund 3,5 Millionen Hektar, die aus der Bewirtschaftung genommen werden", sagte Max von Elverfeld, Vorsitzender der Familienbetriebe Land und Forst, der Westfalenpost (online und Dienstag-Ausgabe). Betroffen seien damit fast 15 Prozent der gesamten land- und forstwirtschaftlichen Flächen des Landes.

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Der Green Deal sieht unter anderem vor, dass zehn Prozent der Land- und Meeresflächen in Europa unter strengen Schutz gestellt werden.
Der Green Deal sieht unter anderem vor, dass zehn Prozent der Land- und Meeresflächen in Europa unter strengen Schutz gestellt werden.

Die Wald- und Landbesitzer in Deutschland sprechen sich vehement gegen mögliche Flächenstilllegungen im Rahmen des von der Europäischen Union geplanten Green Deal aus. "Zehn Prozent Flächen-Stilllegungen in Deutschland bedeuten rund 3,5 Millionen Hektar, die aus der Bewirtschaftung genommen werden", sagte Max von Elverfeld, Vorsitzender der Familienbetriebe Land und Forst, der Westfalenpost (online und Dienstag-Ausgabe). Betroffen seien damit fast 15 Prozent der gesamten land- und forstwirtschaftlichen Flächen des Landes.

Der Green Deal sieht unter anderem vor, dass zehn Prozent der Land- und Meeresflächen in Europa unter strengen Schutz gestellt werden. Wirtschaftliche Landnutzung, einschließlich Forstwirtschaft, Jagd und Fischerei, sollen dort verboten werden. Eine Stilllegung in dieser Größenordnung würde bei einem durchschnittlichen Nutzungswert von 20.000 Euro je Hektar zu einem volkswirtschaftlichen Schaden von über 70 Milliarden Euro pro Jahr allein in Deutschland führen, sagte von Elverfeldt.

Grundsätzlich unterstützten die Wald- und Landbesitzer das Ziel der EU, mehr Arten- und Klimaschutz zu erreichen, betonte von Elverfeldt. Pauschale Nutzungsverbote seien jedoch kontraproduktiv. So verliere ein Wald, der nicht bewirtschaftet werde, pro Hektar etwa vier Tonnen CO2-Bindungskraft im Vergleich zu einem genutzten Forst. Zudem erlebe der Rohstoff Holz gerade weltweit einen Boom. "Wir erleben derzeit, wie die globale Nachfrage nach dem nachwachsenden klimafreundlichen Rohstoff Holz zunimmt, und die EU will Teile der Forstwirtschaft lahmlegen. Das passt nicht zusammen", kritisierte von Elverfeldt.

Bewirtschafteter Wald sei klimafreundlicher, weil das Holz in die stoffliche Nutzung gegeben werden könnte. Ohne das Holz müssten Ersatzstoffe eingesetzt werden, die einen höheren CO2-Ausstoß zur Folge hätten. Stillgelegter Wald nütze auch der Artenvielfalt nicht, sagte Elverfeldt der Zeitung: "Auf einer unbewirtschafteten Fläche setzt sich eine Pflanze durch und verdrängt andere."

Quelle: ots/Westfalenpost

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