#zeitfokus.

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Die EEG-Umlage zur Förderung Erneuerbarer Energien wird von aktuell 6,405 Cent je Kilowattstunde auf 6,756 Cent je Kilowattstunde im kommenden Jahr steigen. Für eine Familie mit zwei Kindern bedeutet das bis zu 18 Euro höhere Stromkosten im Jahr. Eine Entspannung beim Strompreis ist nicht absehbar, denn die Rücklagen aus der EEG-Umlage sinken und der Wettbewerb um die Förderung stockt.

Hauptbahnhof Düsseldorf
Foto: Christian A. Schröder / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)

Bahnhöfe können Angsträume sein

Eigentlich möchte die Bundesregierung die EEG-Umlage langfristig absenken – um 0,25 Cent je Kilowattstunde im Jahr 2021. So steht es im Klimapaket, das die Bundesregierung vergangene Woche beschlossen hat. Das ist allerdings weniger als die Steigerung der EEG-Umlage im kommenden Jahr. Mit diesem Tropfen auf den heißen Stein werden die Stromkunden nicht entlastet. Vielmehr drohen höhere Kosten, auch durch steigende Netzentgelte und teureres Einspeisemanagement. Für eine Familie mit zwei Kindern heißt das: bis zu 18 Euro höhere Stromkosten pro Jahr ab 2020. Zu allem Überfluss ist der Ausbau der Windenergieanlagen nahezu zum Erliegen gekommen. Dadurch gibt es kaum noch Wettbewerb um die ausgeschriebenen Förderungen, was die Förderkosten neuer Anlagen deutlich erhöht.

Die Rücklagen schwinden

Der Blick auf den Kontostand der EEG-Förderung zeigt einen deutlichen Rückgang der Einlagen im laufenden Jahr. So sind die aus 2018 übertragenen 4,5 Milliarden Euro auf gut 2,9 Milliarden Euro Ende August abgeschmolzen. Somit wurde das Einnahmenplus aus den vergangenen beiden Jahren von ebenfalls 1,6 Milliarden Euro bereits wieder aufgebraucht. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Einnahmen um etwa 1,5 Milliarden Euro gesunken.

Steigende Förderkosten in der Windenergie

Eine Absenkung der Förderkosten durch die seit 2017 durchgeführten Ausschreibung blieb bisher ebenfalls aus. Neben der Tatsache, dass ein Großteil an geförderten Projekten noch nicht umgesetzt ist, sorgte der Genehmigungsstau bei der Windenergie für weiterhin hohe Fördersätze für Neuanlagen. Auch der massive Ausbau der Offshore-Windenergie von geplanten 1.300 Megawatt im Jahr 2019 und weiteren 3.100 Megawatt bis 2025 ist für einen weiteren Anstieg der Förderkosten verantwortlich.

Download:
IW Kurzbericht 2019 Förderkosten Windenergie



Quelle: IW Köln
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