Foto: US ARMY/HQ VCorps/VCI/Richard Bumgardner / Gemeinfrei (via Wikimedia Commons)
 1-2 Minuten Lesezeit  226 Worte im Text  Vor mehr als einem Jahr

Das rhetorische Wettrüsten ist vorbei. Jetzt kommen Menschen und Material. Präsident Obama macht sein Versprechen wahr und schickt mehr Panzer und Soldaten an den Ostrand der Nato.

Das Baltikum, seit der Ukrainekrise gemeinsam mit Polen in Angst vor weiteren russischen Expansionsgelüsten, soll beruhigt, Amerikas Führungsanspruch im westlichen Verteidigungsbündnis bekräftigt werden. So weit so gut - und so symbolisch.

Die Rand Corporation, eine renommierte Denkfabrik in Amerika, hat gerade erst durchexerziert, wie lange russische Truppen nach heutiger militärischer Ausgangslage bräuchten, um die Hauptstädte Estlands und Lettlands zu erreichen: keine drei Tage. Um die Abschreckung und die Fähigkeit zur Verteidigung des Bündnisgebietes Nato kann es also nicht wirklich gut bestellt sein. Und in dieser Betrachtung ist die erst vor einem Jahr verabschiedete neue Speerspitze mit rund 5000 Soldaten, die in einer schnellen Eingreiftruppe dienen sollen, bereits eingearbeitet.Die Verlegung einer Brigade samt Panzern und Haubitzen zu Übungszwecken sieht darum wie eine Verlegenheitslösung aus. Trotzdem wird sie das ohnehin angefressene Klima zwischen Washington und Moskau zusätzlich belasten. Die Säbel rasseln lauter.

Für Deutschland sind das keine guten Aussichten. Kanzlerin Merkel sitzt zwischen den Stühlen. Sie will den Konflikt mit Putin im Sinne Europas abkühlen, kann aber Washington nicht offen für die in Moskau als Provokation aufgenommene Geste kritisieren. Es sieht danach aus, als kehrten mit Macht die Reflexe des Kalten Krieges zurück.



Quelle: ots/Neue Ruhr Zeitung/Neue Rhein Zeitung


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