Es gibt an den allgemeinbildenden Schulen bundesweit etwa 10,91 Millionen Schülerinnen und Schüler. Dazu rund 780 000 Lehrerinnen und Lehrer.
Es gibt an den allgemeinbildenden Schulen bundesweit etwa 10,91 Millionen Schülerinnen und Schüler. Dazu rund 780 000 Lehrerinnen und Lehrer. Foto: Taylor Wilcox
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Italien, Dänemark, Österreich und Irland - Deutschlands europäisches Umland hat die Pforten seiner Schulen und Kitas längst geschlossen. Und hat, glaubt man den Virologen bei deren Beurteilung aller Maßnahmen in Zeiten der großen Krise, den Ernst der Lage verstanden - angesichts der Menschenmassen, die in Schulen in Vielzahl auf engem Raum zusammenfinden.

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Foto: EU2017EE Estonian Presidency / CC BY 2.0 (via Wikimedia Commons)

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Im laufenden Schuljahr gab es an den allgemeinbildenden und beruflichen NRW-Schulen rund 2,51 Millionen, bundesweit etwa 10,91 Millionen Schülerinnen und Schüler. Dazu rund 780 000 Lehrerinnen und Lehrer. Imposante Zahlen sind das, die eine Rolle spielen, wenn wir uns seit Wochen darüber unterhalten, wie man Infektionsketten unterbrechen kann, um dem exponentiellen Verlauf einer solchen Ansteckung zu begegnen.

Zahlen, die aber auch davon zeugen, in welcher Dimension wir hier über künftige Kinderbetreuung reden - durch Eltern, die einer Arbeit nachgehen und dem "System" also fehlen würden, wenn alternative Home-Office-Modelle nicht passen. Österreich hat das geregelt, Deutschland müsste nur zum Nachbarn schauen: Dort ist Kinder-Betreuung in den Schulen in kleiner Zahl für jene Eltern angeboten, die für die Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung in ihren Berufen tätig sein sollten: Krankenschwestern und Ärzte, Polizisten oder Busfahrer. Und einige mehr. Deutschland muss - zentral gesteuert - nachziehen. Je schneller, desto besser. Kinder, heißt es, sind zwar weniger gefährdet, was Erkrankungen betrifft, gleichzeitig sind sie aber starke Multiplikatoren - und als solche Teil der Risikokette. Zumal in solch großer Zahl im täglichen Aufeinandertreffen.

Es ist also nicht die Zeit, in der wir tagelang in Beraterstäben darüber sinnieren können, ob das noch geht und jenes eher nicht. Es braucht große Lösungen, die wirken, weil sie groß sind. Und nicht kleinteilige Reaktionen wie Schließungen in Niedersachsen ab kommender Woche, Teilschließungen für Oberstufenschüler in Hessen ab sofort oder jene Maßnahmen von Viersen, wo gerade eine Grundschule und einige Kitas geschlossen worden sind. Stets als Reaktion auf Infektionen. Im Polizeijargon würde man sagen: Wir müssen vor die Lage kommen. Jeder verlorene Tag bedeutet einen höheren Ausschlag der Infektionskurve. Was sind all die wirtschaftlichen Begleiterscheinungen, wenn es darum geht, Menschenleben zu retten und Risiken zu minimieren, die wir in ihrer Breite nicht kennen, wohl aber durch die Übermittlungen aus Italien erahnen können. In der Not ist in Eile das zu tun, was als klarer Ablaufplan längst in der Schublade hätte liegen müssen: Katastrophenschutz. Aber darüber sprechen wir später.

Quelle: ots/Westdeutsche Zeitung
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