Foto: Free-Photos / CC0 (via Pixabay)
 1-2 Minuten Lesezeit  231 Worte im Text  Vor mehr als einem Jahr

Der in Deutschland wachsende Hunger auf Geflügelfleisch lässt die Importzahlen steigen. Wie die "Neue Osnabrücker Zeitung" unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP berichtet, wurden im vergangenen Jahr fast 883.000 Tonnen nach Deutschland eingeführt - knapp zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Davon kamen wiederum gut 110.000 Tonnen aus Staaten außerhalb der Europäischen Union, etwa Brasilien, Chile oder Thailand.

Angela Merkels Kanzlerschaft ist nach 15 Jahren so ungefährdet wie nie.
Foto: EU2017EE Estonian Presidency / CC BY 2.0 (via Wikimedia Commons)

Merkels selbstbefreites Regieren

Wie die Tiere dort gehalten werden, weiß die Bundesregierung laut Antwort nicht im Detail. Carina Konrad, Agrarexpertin in der FDP-Bundestagsfraktion, rief dazu auf, die Tierhaltung in Deutschland zu stärken, statt sich von Importen abhängig zu machen. Außerhalb Europas habe man keinen Einfluss darauf, wie Tiere gehalten werden. Konrad forderte in der "NOZ": "Neue Ställe für stetig mehr Tierwohl und eine transparente und europäisch einheitliche Kennzeichnung über Herkunft und Haltung der Tiere ist hier die Devise."

Ähnlich äußerte sich auch Friedrich-Otto Ripke, Präsident des Zentralverbandes der Deutschen Geflügelwirtschaft (ZDG), gegenüber der "NOZ". Die deutschen Diskussionen um Tier- und Umweltschutz würden "ad absurdum geführt, wenn all diese Errungenschaften am Ende durch Billig-Importe aus Ländern mit deutlich niedrigeren Standards unterlaufen werden." Er erwarte von der Regierung mehr Unterstützung, so Ripke. "Wir brauchen endlich eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie - jeder Verbraucher muss sofort erkennen können, ob sein Geflügelfleisch auf dem Teller aus Billigländern wie Brasilien oder eben von heimischen Landwirten stammt."



Quelle: ots/Neue Osnabrücker Zeitung
#mehrNachrichten
In Zeiten der Wirtschaftserholung nach dem letztjährigen Pandemieschock darf man sich von üppigen Wachstumsraten nicht blenden lassen.
Foto: Nuno Alberto

Reise rückwärts: Die Konjunkturellen Entwicklung in China

Chinas Industrieproduktion ist im April um fast 10 Prozent gestiegen, die Einzelhandelsumsätze sind um knapp 18 Prozent in die Höhe geschnellt und die Anlageinvestitionen brummen mit 20 Prozent...
Der Green Deal sieht unter anderem vor, dass zehn Prozent der Land- und Meeresflächen in Europa unter strengen Schutz gestellt werden.

Milliardenschäden durch von der EU geplante Flächenstilllegungen

Die Wald- und Landbesitzer in Deutschland sprechen sich vehement gegen mögliche Flächenstilllegungen im Rahmen des von der Europäischen Union geplanten Green Deal aus. "Zehn Prozent...
Back To Top