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Es ist das gute Recht einer Gewerkschaft, für ihre Forderungen zu kämpfen und diese per Arbeitsniederlegung durchzusetzen. Und naturgemäß trifft das mitunter unschuldige Kunden: Sie sind der Hebel, über den Arbeitnehmer ihren Arbeitgeber treffen. Doch der Kampf, den sich die Gewerkschaft Ufo und der Lufthansa-Konzern seit Jahren liefern, hat mit normalen Tarifkonflikten nichts mehr zu tun. Man zerrt sich gegenseitig vor Gericht, spricht sich das Mandat ab, schürt mit Winkelzügen und persönlichen Attacken das gegenseitige Misstrauen. Hier werden die Rechte der Sozialpartnerschaft missbraucht.

Trump hat seine Parole "America First" bereits am ersten Amtstag umgesetzt: Er kündigte umgehend das Transpazifische Abkommen.
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Mehr Ehrlichkeit statt Populismus

Früher gab es in Tarifauseinandersetzungen eine Art Weihnachtsfrieden: Zum Fest und Jahreswechsel waren Streiks tabu, selbst die streiklustigen Lokführer hatten Respekt vor der Familienzeit. Nicht aber Ufo und Lufthansa. In ihrem erbitterten Kampf kennen beide keine Gnade. Erst lassen sie die Schlichtung platzen, dann kommt der Konzern kurz vor zwölf mit einem Kompromiss um die Ecke, dem Ufo in dem vergifteten Klima misstraut. Sollen die Passagiere der Eurowings, für die Germanwings die Flüge durchführt, doch sehen, wie sie nach Hause, in den Urlaub oder zur Arbeit kommen.

Abschreckend ist auch, wie Eurowings mit solchen Lagen umgeht. Wer in den vergangenen Jahren von Flugausfällen betroffen war, kann davon ein Lied singen. Überfordert von der Air-Berlin-Übernahme, zeigt sich Eurowings oft als Servicewüste. Magere Informationen, überlastete Service-Center, verweigerte Entschädigungen und viele Klagen sprechen Bände. Auch jetzt schließt Eurowings Entschädigungen aus, Streiks seien schließlich höhere Gewalt. Die Verbraucher haben es in der Hand, wie lange sie noch die Geiseln in dem Streik-Theater spielen wollen.



Quelle: ots/Rheinische Post
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