Sonntag, 12 Jul 2020
Foto: Insa Thiele-Eich / (via Facebook)
 1-2 Minuten Lesezeit  372 Worte im Text  Vor mehr als einem Jahr

Insa Thiele-Eich hat Beileidsbekundungen erhalten, als sie ihr Umfeld über ihre dritte Schwangerschaft informiert hat. "Eine Person war begeistert, der Rest betroffen bis tief bestürzt", sagt die Astronautin im Interview mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Ein Großteil ihres Umfelds sei davon ausgegangen, dass ihre Teilnahme an der privaten Initiative "Die Astronautin" mit der Schwangerschaft beendet ist.

empty alt
Foto: Julio César García / CC0 (via Pixabay)

Brandrodung für den Sojaexport nach Europa: Das Problem ist nicht Brasilien

Die 35-jährige Thiele-Eich ist eine von zwei Kandidatinnen, die im kommenden Jahr als erste deutsche Frau ins All fliegen soll. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine der beiden Frauen im Jahr 2020 zur Internationalen Raumstation abheben wird, bezifferte die Meteorologin und mittlerweile dreifache Mutter auf 99 Prozent. Zu ihren persönlichen Chancen habe sie aktuell keine Meinung. "Das ist auch irrelevant", urteilte Thiele-Eich. "Nach der ersten Mission soll es eine zweite und dritte geben. Denn es wäre einfach zu kurzsichtig gedacht, nach dem Flug einer deutschen Quotenfrau aufzuhören." Am liebsten würde Thiele-Eich von amerikanischem Boden aus ins All starten. "Da ich selbst im texanischen Houston in der dortigen Raumfahrtgemeinde großgeworden bin, wäre ich sehr glücklich, wenn ich mich mit meiner Familie dort vorbereiten könnte", sagt sie im Hinblick auf den Fakt, dass schon ihr Vater Gerhard Thiele Astronaut war und elf Tage an Bord des US-Spaceshuttles "Endeavor" im All verbracht hat. "Das Training im vergangenen Jahr in Houston hat mich auch emotional berührt. Dort habe ich als Kind fünf Jahre gelebt. Meine Eltern, meine Geschwister, wir alle sind da noch sehr zu Hause." Ein Vorbild sei ihr Vater jedoch nicht. "Mein Papa ist mein Papa", sagte die 35-jährige. Vorbilder seien eher die Nasa-Astronautinnen, die auch Mütter sind: Heidi Piper und Laura Clark. Gleichwohl sei ihr Vater nicht ganz unschuldig an Thiele-Eichs Karriere: Der Wunsch, Astronautin zu werden, begründe sich maßgeblich mit dem Training und dem Alltag der Astronauten. "Mein Vater hatte Spaß bei der Arbeit." Es sei Bestandteil seines Alltags gewesen, Sport zu machen. Fliegen zu gehen, tauchen zu gehen. Sich in fremde Wissenschaftsgebiete einzuarbeiten, eine neue Sprache zu lernen. "Das fand ich total toll und faszinierend", erinnert sich Thiele-Eich. "Außerdem möchte ich herausfinden, wo meine Grenzen sind. Das mache ich schon mein ganzes Leben so. Und da ist das Weltall ein ideales Ziel."



Quelle: ots/Neue Osnabrücker Zeitung
#mehrNachrichten
Weiß oder schwarz zu sein, ist ein soziales Konstrukt.
Foto: Olayinka Babalola

Eine freie Gesellschaft kennt keine Rassen

Der Begriff der Rasse hat in Deutschland eine üble Karriere gemacht; auf ihn gründete die NS-Ideologie. Arier-Nachweise und Judensterne, Deportation und Vernichtung - das ganze Grauen beruhte auf...
Die neue Initiative aus Brüssel soll bestehende Gesetzeslücken schließen, damit europäische Unternehmen im globalen Wettbewerb besser geschützt werden.
Foto: Mika Baumeister

Attacke gegen China

Auch wenn der Name China in dem rund 50-seitigen neuen Weißbuch der EU-Kommission zur Wettbewerbspolitik nicht vorkommt und die Behörde dies strikt von sich weist: Es ist völlig klar, gegen wen sich die...
"Rassismus" wird in vielen Fällen und fälschlicherweise als eine Art Sammelbegriff für Ausländerfeindlichkeit benutzt wird.
Foto: Mostafa Meraji

Artikel 3 des Grundgesetzes

Das Grundgesetz ist ein Manifest gegen Rassismus und Totalitarismus. So ist es gemeint, und so ist es geschrieben. Als es 1948 und 1949 entstand, waren die Erfahrungen aus der Nazi-Diktatur und die...
Natürlich ist der Kahlschlag im Warenhausgeschäft auch eine Folge der Corona-Krise.
Foto: Hans Günter Everhartz / CC BY 2.0 (via Flickr)

Ein schwarzer Tag für Karstadt Kaufhof

Man kann die Schließung von 63 Filialen und den Abbau von "nur" 6000 Arbeitsplätzen bei Galeria Karstadt Kaufhof als Erfolg feiern, weil die Arbeitnehmervertreter der Geschäftsführung mehr...
In der Tendenz lässt sich das heute schon ablesen: ESG-Investments kommen recht gut durch die Coronakrise.
Foto: AbsolutVision

Das "S" von ESG im Blick

Die Coronakrise hat für das Entstehen einer neuen Anleiheart gesorgt. Dabei handelt es sich um die sogenannten Covid-19-Response-Bonds oder kurz Covid-19-Bonds. Mit den Erlösen aus diesen Anleihen...
Bleibt die Kernfrage: Kann Söder überhaupt Kanzler?
Foto: Josef A. Preiselbauer

Der Reiz der Kanzlerkandidatur

Wenn nicht jetzt, dann vielleicht nie: Sollte auch nur im hintersten Gedankenstübchen von Ministerpräsident Markus Söder der Wunsch nach einer Kanzlerschaft herumspuken - und wer würde ernsthaft...
Wegen der Corona-Pandemie verschanzen sich Teile der öffentlichen Verwaltungen weiterhin hinter abgesperrten Türen und Anrufbeantwortern.
Foto: USCDCP /CC0

Beamte im Corona-Modus

Alle freuen sich über die Corona-Lockerungen. Geschäfte, Restaurants, Kinos und Urlaubsorte begrüßen ihre Gäste mit herzlichen Willkommensschildern. Theaterschauspieler unterhalten mit aus dem Boden...
Back To Top