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Die Theologin Margot Käßmann hat Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) vorgeworfen, Ängste vor Flüchtlingen zu schüren. "Das ist für einen seriösen Politiker absolut unverantwortlich", sagt Käßmann im Interview mit heute.de, dem Nachrichteportal des ZDF.

Diese groteske Kombination von Corona und Terror ist auch eine ebenso Metapher auf unsere Zeit.
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Der unverwüstlich-sture Geist von Wien

Politiker hätten eine Verantwortung für das friedliche Zusammenleben im Land, so die Reformationsbotschafterin der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Christliche Nächstenliebe sei "nicht auf Menschen beschränkt, die meine Sprache sprechen oder meine Religion haben". Wenn Seehofer derzeit von anderen europäischen Ländern fordere, die Flüchtlinge wieder zurückzunehmen, dann sei dies das "berühmte Florians-Prinzip: Hauptsache die andere Hütte brennt und nicht meine".

Käßmann kritisiert, dass die Hilfe der Ehrenamtlichen für die Flüchtlinge derzeit schlechtgeredet werde. Dabei würden gerade in vielen Kirchengemeinden "viele tolle Sachen" geleistet, damit Flüchtlinge heimisch würden. Viele Menschen wüssten: "Wir haben genug, wir sind privilegiert in der Welt, jetzt sind wir dran." An keinem deutschen Mittagstisch werde "gehungert, weil wir mit Flüchtlingen teilen", so Käßmann. Die ehemalige Ratsvorsitzende unterstützt die Politik der Bundeskanzlerin. "Ich hatte noch nie so hohen Respekt vor Angela Merkel wie jetzt", sagt Käßmann. Die Kanzlerin halte ihren Standpunkt in der Flüchtlingspolitik durch. "Die anderen, die diese Klarheit schlecht reden, sollen doch selbst erst einmal eine Lösung anbieten", so Käßmann. Dabei dürfe die Gesellschaft der Veränderung nicht mit Angst begegnen. "Ängste abbauen wäre eine notwendige Reform", sagt Käßmann anlässlich des Reformationstages.



Quelle: ots / ZDF


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