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Robert Habeck sieht sich nicht im Kanzleramt

Robert HabeckFoto: Heinrich-Böll-Stiftung / CC BY-SA 2.0 (via Flickr)

Politik
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Robert Habeck sieht sich nicht im Kanzleramt

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Grünen-Chef Robert Habeck sieht sich nach der kommenden Bundestagswahl im Jahr 2021 nicht im Kanzleramt. Wie er in der rbb Abendshow am Donnerstag sagte, geht er davon aus, dass seine Partei keinen Kanzlerkandidaten oder -kandidatin aufstellen wird.

Die Aussicht, in einer möglichen schwarz-grünen Koalition eng mit den CSU-Politikern Andreas Scheuer und Alexander Dobrindt zusammenarbeiten zu müssen, mache Habeck "keine Angst, aber schlechte Laune."

Über Boris Palmer, den streitbaren Grünen-Bürgermeister von Tübingen, äußerte Habeck sich versöhnlich: "Wir kennen uns lange, und Boris hat ein Temperament, das ungezügelt ist. Das geht mir manchmal auf den Senkel." Aber andererseits sei er ein guter Bürgermeister in Tübingen. "Solange er sich um Tübingen kümmert und nicht um Berlin, haben alle ihren Frieden".

Palmer hatte Berlin als nicht funktionierenden Teil Deutschlands bezeichnet. Diese Meinung teilt Habeck nicht. In der rbb Abendshow lobte er sowohl die viel kritisierte S-Bahn, als auch die Berliner Bürgerämter: "Berlin ist super. Das ist eine komplizierte Stadt. Da leben viele Menschen. Viele Dinge gehen schief." Er plädierte dafür etwas lockerer zu bleiben. "Gibt es etwas Schlimmeres, als dass der Bus nicht kommt? Bisschen mehr Radwege fänd' ich geil", sagte er.

Die sozialen Medien vermisst der Grünen-Vorsitzende nach eigener Aussage nicht. Habeck hatte im Januar seinen Twitter- und Facebook-Account gelöscht. Vorausgegangen waren die Veröffentlichung privater Facebook-Chats Habecks im durch einen großen Datendiebstahl und ein Tweet zur Landtagswahl in Thüringen, der Diskussionen ausgelöst hatte. "Ich habe keine Entzugserscheinungen", so Habeck.

Habeck, der im September 50 Jahre alt wird, erklärte, dass er keine Angst vor dem Alter habe. Allerdings sei er ein Geburtstagsmuffel. "Aber diesmal komme ich wohl nicht um eine Feier herum", fügte er hinzu.



Quelle: ots/Rundfunk Berlin-Brandenburg
284 Wörter im Bericht.

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