Elmar Brok
Elmar Brok Foto: Claude Truong-Ngoc / CC BY-SA 3.0 (via Wikimedia Commons)
 1-2 Minuten Lesezeit  207 Worte im Text  Vor mehr als einem Jahr

Nach dem "Nein" der Niederländer sieht der EU-Abgeordnete Elmar Brok (CDU) keine Probleme für die Gültigkeit des EU-Abkommens mit der Ukraine.

In Zeiten der Wirtschaftserholung nach dem letztjährigen Pandemieschock darf man sich von üppigen Wachstumsraten nicht blenden lassen.
Foto: Nuno Alberto

Reise rückwärts: Die Konjunkturellen Entwicklung in China

In einem Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Europaparlament: "Ganz praktisch gesehen hat das keine Folgen." Das Abkommen sei provisorisch in Kraft, da die Niederlande es als einziger der 28 EU-Staaten noch nicht ratifiziert hätten. "Die Umsetzung des Assoziierungsabkommens geht ganz normal weiter", sagte Brok. Dies sei noch nicht einmal außergewöhnlich: "Es gibt internationale Verträge, die seit 50 Jahren provisorisch in Kraft sind." Das Referendum zeige aber, dass weitere Schritte in Richtung einer EU-Mitgliedschaft der Ukraine in weiter Ferne lägen.

Brok warf der niederländischen Regierung vor, in der Kampagne falsch agiert zu haben. "Die niederländischen Parteien haben die falsche Haltung. Sie entschuldigen sich geradezu für die EU, statt für Europa einzustehen." Das Referendum belege, dass Europa ein Akzeptanz-Problem in der Bevölkerung habe: "Europa liefert nicht, hat nicht genug Ausstrahlung und keine Lösungskompetenz für Fragen, die die Bürger betreffen." Die EU-Staaten hätten etwa in der Flüchtlingsfrage oder im Kampf gegen Terrorismus europäische Lösungen behindert.

Der Ausgang des Referendums gebe Russland Rückenwind. Brok sagte: "Putin wird die Champagnerflaschen aufgemacht haben."



Quelle: ots/Neue Osnabrücker Zeitung


#mehrNachrichten
Back To Top