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Wie lautet die Steigerung von Hilflosigkeit? Merkel, Gabriel, Seehofer! Der bayerische Löwe brüllt gern im heimischen Revier. Das kommt bei manchen gut an. Doch wer genau hinhört, muss sich nicht erschrecken. Auch das Positionspapier bringt viel weniger als Seehofer vor dem Treffen wollte.

Über 20 Jahre an der Macht. Vladimir Putin und Alexander Lukashenko
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Eine Frage der Zeit

Angela Merkel hat im September menschlich gehandelt, als sie Tür und Tor nach Deutschland für die in Ungarn gestrandeten Flüchtlinge öffnete. Falsch und zwar nachhaltig falsch an dieser emotionalen Entscheidung der Bundeskanzlerin war, dies nahezu im Alleingang zu tun. Immerhin wurden europäische Regeln wie das Dublin- und das Schengen-Abkommen gebrochen. Wer das macht, kann Europa-Egoisten kaum noch kritisieren.

Deutschland, aber auch die Amerikaner und Russen zum Beispiel, wissen seit Jahren, wie sich der Bürgerkrieg in Syrien ausweitet, wie verheerend das Bomben und Vertreiben für die Bevölkerung ist. Es wäre genug Zeit gewesen, sich vorzubereiten auf den großen Treck, der vermutlich auch ohne Merkels Signal irgendwann zu uns gekommen wäre. Das Chaos, das Holterdipolter bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise ist letztlich Merkels Schuld. Allerdings: Alle die jetzt von links- und rechtsaußen schreien: Merkel muss weg - die können es ganz bestimmt nicht besser.

Da lob ich mir Peter Maffay. Der gebürtige Rumäne, 1963 in die Bundesrepublik eingewandert, weiß, wovon er redet. Gerade deshalb hat er vor Parallelgesellschaften gewarnt und von allen Flüchtlingen die Akzeptanz des Grundgesetzes verlangt. Wer seine Religion für besser halte oder Homosexualität nicht akzeptiere, dem müsse man sagen: "Sorry, aber du hast hier nichts verloren." Und für Obergrenzen bei der Flüchtlingsaufnahme fand Maffay ein zutreffendes Bild: "Wenn Sie einen trockenen Schwamm nehmen und Wasser darauf gießen, wird er eine Menge aufnehmen. Aber irgendwann läuft es unten wieder raus. Das Gefährlichste, was uns passieren kann, ist, dass wir nicht mehr helfen können."



Quelle: ots / Ostthüringer Zeitung


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