Armin Laschet
Armin Laschet Foto: Olaf Kosinsky / CC BY-SA 3.0 de (via Wikimedia Commons)
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Christdemokraten, aber auch Oppositionspolitiker in NRW schreiben nach dem angekündigten Rückzug der CDU-Bundesvorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer Armin Laschet eine wichtige Rolle zu. "Armin Laschet wird als Stellvertreter stärker gefordert sein. Es besteht die Gefahr eines Rechtsrucks in der CDU", sagte Serap Güler, NRW-Integrationsstaatssekretärin und Mitglied des CDU-Bundesvorstandes, der Rheinischen Post (Onlineausgabe). Laschet habe die erforderliche Führungserfahrung und könne die Partei zusammenbringen.

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Foto: Liane Metzler

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Ähnlich sieht es selbst die Opposition in NRW: "Armin Laschet ist jetzt als Chef des wichtigsten CDU-Landesverbands gefordert, für Stabilität in der Partei zu sorgen. Er muss schnell den Umgang der CDU mit den Rechten klären und nicht länger AfD und Linkspartei gleichstellen", sagte SPD-Landeschef Sebastian Hartmann. Er müsse alles daransetzen, dass es jetzt nicht zu einer Kernschmelze des demokratischen Systems komme. Auch die Vorsitzende der NRW-Grünen, Mona Neubaur, sieht in Laschet einen stabilisierenden Faktor: "Unabhängig von seinen eigenen Bestrebungen wäre wünschenswert, dass Armin Laschet seine Position nutzt, um die in der CDU zusammen zu führen, die eindeutig gegen Rechts stehen - in Wort und Tat." Die Situation sei durch den Dammbruch in Thüringen so gefährlich wie lange nicht mehr. Es müsse für alle Parteien nun darum gehen, nicht parteilich zu taktieren, sondern zum Wohle unseres Landes. Erforderlich seien Konservative aus der CDU, die eine klare Brandmauer gegen die AfD hielten.

Zustimmung für Kramp-Karrenbauers Schritt kam von Ex-Bundesinnenminister Gerhart Baum: "Der Rückzug Kramp-Karrenbauers ist richtig. Sie kommt mit der merkwürdigen CDU in Thüringen nicht klar - aber wer sonst?" Die CDU könne es sich nicht bieten lassen, "dass die unselige Werteunion für die gesamte Partei spricht." Aus Baums Sicht hat Laschet ernsthafte Chancen auf die Nachfolge: "Seine Qualität ist die eines Versöhners." Zu einer möglichen eigenen Bewerbung um die Kanzlerkandidatur oder den Parteivorsitz äußerte sich Laschet am Montag nicht.



Quelle: ots/Rheinische Post
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