Dienstag, 14 Jul 2020
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In Berlin trifft sich heute die Autobranche mit der Bundesregierung, um über den Ausbau der Elektromobilität zu beraten. Die Hersteller gehen derzeit in Vorleistung und bringen zahlreiche neue Elektroautos auf den Markt. Doch damit die elektrische Zukunft gelingen kann, sind jetzt andere gefragt: Nur so gibt es endlich mehr Ladesäulen, sowohl im öffentlichen Raum, als auch vor der eigenen Haustür.

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Banken und Sparer - Opfer der EZB-Politik

Es gilt als beschlossene Sache: Der Straßenverkehr in Deutschland muss in Zukunft mit Strom funktionieren. Und wenn die Klimaziele für das Jahr 2030 noch eingehalten werden sollen, muss der Umstieg schnell passieren. Schätzungsweise siebeneinhalb bis zehn Millionen Elektroautos müssten dafür 2030 auf den deutschen Straßen unterwegs sein. Anfang dieses Jahres waren bislang nur 83.175 Elektro-Pkw zugelassen. In Anbetracht von etwas über drei Millionen Neuzulassungen pro Jahr ist klar, dass der Markt für Elektroautos an Fahrt gewinnen muss, damit das Ziel noch erreicht werden kann.

Hersteller legen vor

Auf der Angebotsseite bewegt sich bereits einiges. Die Zahl der Modelle mit Elektroantrieb steigt – allein die deutschen Hersteller wollen bis 2023 etwa 150 Elektrofahrzeuge im Angebot haben, von denen viele auch im Inland gebaut werden sollen. VW produziert seit heute den neuen ID.3, neben Zwickau werden künftig auch in Bremen, Rastatt, Sindelfingen oder Zuffenhausen Elektroautos gefertigt. Deutschland bleibt damit einer der großen Fertigungsstandorte.

Längst nicht genug Ladesäulen

Bei der Nachfrageseite ist die Lage dagegen angespannter. Bislang wurde der Absatz von Elektrofahrzeugen vor allem durch Subventionen getrieben. Das gilt beispielsweise für den Vorzeigemarkt in Norwegen sowie für den größten E-Auto-Markt in China. Dort erfolgte dieses Jahr aber ein deutlicher Schnitt bei den Förderungen – nun schrumpft der chinesische Markt und der weltweite Absatz von E-Autos bewegt sich in Richtung einer roten Null. Will man diese Subventionsfalle vermeiden, müssen die Rahmenbedingungen für die Nachfrager verbessert werden. Viel diskutiert wird hier das Ziel, bis 2030 eine Million Ladesäulen für Elektroautos bereitzustellen. Derzeit gibt es 10.500 Standorte mit etwa 21.000 Anschlüssen, es ist also noch viel zu tun. Dass der reine Stromverkauf kaum in der Lage ist, die Infrastrukturkosten zu refinanzieren, kommt erschwerend hinzu. Wenn keine weiteren Vorteile für den Anbieter entstehen – etwa Kundenattraktion bei Supermärkten – wird der Markt kaum liefern können. Hier wird der Staat fördern müssen. Kurzfristig dürfte es effektiv sein, wenn das Laden am Wohn- und Arbeitsort attraktiver gemacht wird. Erste Schritte sind hier bereits getan, aber in Anbetracht der eigentlichen Ziele muss der Bund um einiges schneller werden.



Quelle: IW Köln
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