Donnerstag, 09 Jul 2020
Bislang hatte die Bundesregierung lediglich vermeldet, wie viele Tiere für Versuche genutzt oder zum Beispiel für den Zweck der Organentnahme getötet wurden.
Bislang hatte die Bundesregierung lediglich vermeldet, wie viele Tiere für Versuche genutzt oder zum Beispiel für den Zweck der Organentnahme getötet wurden. Foto: Nature_Blossom
 1-2 Minuten Lesezeit  216 Worte im Text  vor 77 Tagen

In deutschen Forschungseinrichtungen werden Millionen Tiere gezüchtet, dann aber ohne weitere wissenschaftliche Verwendung getötet. Das berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung" (NOZ) unter Berufung auf eine Antwort der Bundesregierung auf Anfrage der Grünen. Für das Jahr 2017 geht das Bundeslandwirtschaftsministerium demnach von etwa 3,9 Millionen getöteten Tieren aus. "In erster Linie handelte es sich hier um Mäuse (85 Prozent) und Zebrafische (14 Prozent)", ergänzte das Ministerium auf Nachfrage der "NOZ". Diese Zahl wurde in dieser Form zum ersten Mal erhoben und an die EU-Kommission gemeldet.

Julia Klöckner
Foto: G20 Argentina / CC BY 2.0 (via Flickr)

Klöckner sagt Dumpingpreisen für Lebensmittel den Kampf an

Bislang hatte die Bundesregierung lediglich vermeldet, wie viele Tiere für Versuche genutzt oder zum Beispiel für den Zweck der Organentnahme getötet wurden. 2017 waren das etwa 2,8 Millionen Tiere. Renate Künast, tierschutzpolitische Sprecherin der Grünen im Bundestag, kritisierte in der "NOZ", dass die bisherige Statistik der Regierung "offensichtlich geschönt" sei. "Für jedes Tier, das in der jährlichen Statistik auftaucht, werden ein bis zwei weitere Tiere getötet", so Künast. Sie forderte die Bundesregierung auf, einen Plan zum Ausstieg aus Tierversuchen zu erarbeiten. Grund für die Tötung kann sein, dass die Tiere im Zuge der Zucht nicht die Eigenschaften haben, die für den spezifischen Versuch benötigt werden. Laut Bundesregierung wurden 2017 europaweit 12,6 Millionen Versuchstiere getötet, ohne weiter für die Forschung genutzt worden zu sein.

Quelle: ots/Neue Osnabrücker Zeitung
#mehrMagazin
Bislang hatte die Bundesregierung lediglich vermeldet, wie viele Tiere für Versuche genutzt oder zum Beispiel für den Zweck der Organentnahme getötet wurden.
Foto: Nature_Blossom

Millionen Versuchstiere in Forschungseinrichtungen nicht benötigt und getötet

In deutschen Forschungseinrichtungen werden Millionen Tiere gezüchtet, dann aber ohne weitere wissenschaftliche Verwendung getötet. Das berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung" (NOZ) unter Berufung...
Axel Milberg
Foto: Amrei-Marie / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)

Axel Milberg sieht neues Genre "Corona-Film"

Schauspieler Axel Milberg (63) erwartet durch wegen der Corona-Krise monatelang unterbrochene Dreharbeiten neuartige Formen des Films: "Wir werden uns bemühen, dass die Anschlüsse stimmen, auch wenn es...
Die Reiselust scheint den Bundesbürgern trotz allem erstmal nicht grundlegend abhanden gekommen zu sein.
Foto: Michael Siebert

Die Reise geht ins nahe Woanders

Hurra, es kann wieder losgehen. Mallorca hat die ersten Fuhren deutscher Urlauber empfangen. Wir können allmählich zurück ans Meer, an warme Strände. Das beschränkt sich noch weitgehend auf Europa,...
Im Zweifel nie den konkreten Wortlaut veröffentlichen, sondern nur den Umstand der Anfrage und gegebenenfalls ein herausgehobenes Zitat.
Foto: Glenn Carstens-Peters

DJV warnt vor Veröffentlichung von Rechercheanfragen

Der Deutsche Journalistenverband (DJV) hat davor gewarnt, dem Beispiel des Charité-Virologen Christian Drosten zu folgen und kritische Rechercheanfragen eigenständig zu veröffentlichen. Der...
Rezos Video taugt als Unterrichtseinheit für jede Journalistenschule.
Foto: Rewinside / CC BY 3.0 (via Wikimedia Commons)

Blaue Haare und gute Argumente

Es lassen sich viele Gründe finden, Rezos jüngsten massenhaft geklickten Youtube-Beitrag nicht ernstzunehmen. Aber sie sind allesamt falsch. Ja, er hat im Europawahlkampf vor einem Jahr mit seinem...
Die schlechte Nachricht aber ist: Noch ist diese Lösung mehr Baustelle als Baustein.
Foto: Gerd Altmann

Anti-Corona-App - Bisherigen Ansätzen Verspielen Vertrauen

Es ist Mitte April, am Beginn des dritten Jahrzehnts im 21. Jahrhundert. Einige Gesundheitsämter im Land faxen ihre Daten über lokale Infektionszahlen und den Virusverlauf an das...
Der Deutsche Richterbund (DRB) hat Bedenken: "Der Gesetzentwurf bewegt sich auf einem schmalen Grat, weil er die Grundsätze der Mündlichkeit und der Öffentlichkeit von Gerichtsverhandlungen einschränkt".
Foto: Tumisu

Bundesregierung setzt in Corona-Krise auf Gerichtsverhandlungen per Video

Die Bundesregierung erwartet wegen der Folgen der Corona-Epidemie deutlich mehr Rechtsstreitigkeiten vor Arbeits- und Sozialgerichten. Diese Gerichte sollen deshalb - befristet bis zum Jahresende -...
Back To Top