Freitag, 10 Jul 2020
Wenn die angezeigten Bewertungen gar nicht von echten Nutzern stammen, inhaltlich beeinflusst sind oder durch die Portale verzerrend gefiltert werden, können Verbraucher getäuscht.
Wenn die angezeigten Bewertungen gar nicht von echten Nutzern stammen, inhaltlich beeinflusst sind oder durch die Portale verzerrend gefiltert werden, können Verbraucher getäuscht. Foto: Julie McMurry
 1 Minute Lesezeit  176 Worte im Text  vor 23 Tagen

Das Bundeskartellamt fordert von Internetportalen, dass sie mehr Verantwortung für die von ihnen dargestellten Nutzerbewertungen übernehmen. Das ist das vorläufige Ergebnis einer Sektoruntersuchung der Behörde zum Verbraucherschutz, die dem Bonner General-Anzeiger exklusiv vorliegt. Wenn Produkte Nutzern speziell für eine Bewertung kostenlos überlassen werden, müssten diese Einschätzungen als Produkttests gekennzeichnet sein, so die Wettbewerbshüter. Nutzerbewertungen gelten neben dem Preis als das wichtigste Entscheidungskriterium beim Online-Kauf.

Laut Siedlungsministerin Zipi Hotoveli ist der Landraub ein von Gott gegebenes Recht.
Foto: Alan Kotok / CC BY 2.0 (via Flickr)

Gott oder Gesetz

Doch es gibt viele unseriöse Bewertungen. "Wenn die angezeigten Bewertungen gar nicht von echten Nutzern stammen, inhaltlich beeinflusst sind oder durch die Portale verzerrend gefiltert werden, können Verbraucher getäuscht werden und eine falsche Entscheidung treffen", sagt Kartellamtspräsident Andreas Mundt. Das benachteilige Firmen, die sich nicht an unseriösen Nutzerbewertungen beteiligen. Nur einzelne Portale setzten Filter zur Identifizierung gefälschter Bewertungen ein und sanktionieren diese auch systematisch.

Es gibt es in Deutschland keinen behördlichen Verbraucherschutz. Das Bundeskartellamt hat keine Handhabe, um die Missstände abzustellen. Es könne nur an die betroffenen Portale appellieren, die Maßnahmen freiwillig umzusetzen, so Mundt. Alternativ kann lediglich über Zivilklagen eine Verantwortung der Portale eingefordert werden.

Quelle: ots/General-Anzeiger
#mehrMagazin
Dietmar Wischmeyer
Foto: Kotofeij K. Bajun / CC BY 3.0 (via Wikimedia Commons)

Attacke auf "heute-show"-Team - Kein Anschlag auf Pressefreiheit

Der Satiriker Dietmar Wischmeyer hat die Attacke auf ein Team der ZDF-"heute-show" in Berlin als einen "heimtückischen Überfall von kriminellem Pack" bezeichnet. Im Interview mit der "Neuen...
Die Reiselust scheint den Bundesbürgern trotz allem erstmal nicht grundlegend abhanden gekommen zu sein.
Foto: Michael Siebert

Die Reise geht ins nahe Woanders

Hurra, es kann wieder losgehen. Mallorca hat die ersten Fuhren deutscher Urlauber empfangen. Wir können allmählich zurück ans Meer, an warme Strände. Das beschränkt sich noch weitgehend auf Europa,...
Bundesfinanzminister Olaf Scholz sieht die Grenzen der staatlichen Belastbarkeit erreicht.
Foto: 383961 / CC0 (via Pixabay)

Konjunkturprogramme für Kulturszene und Gastgewerbe

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD will weiter starke Konjunkturimpulse durch Förderprogramme setzen. Im Interview mit dem "Tagesspiegel" kündigte er drei spezifische Konjunkturpakete an: "Kunst...
Im Zweifel nie den konkreten Wortlaut veröffentlichen, sondern nur den Umstand der Anfrage und gegebenenfalls ein herausgehobenes Zitat.
Foto: Glenn Carstens-Peters

DJV warnt vor Veröffentlichung von Rechercheanfragen

Der Deutsche Journalistenverband (DJV) hat davor gewarnt, dem Beispiel des Charité-Virologen Christian Drosten zu folgen und kritische Rechercheanfragen eigenständig zu veröffentlichen. Der...
Der Deutsche Richterbund (DRB) hat Bedenken: "Der Gesetzentwurf bewegt sich auf einem schmalen Grat, weil er die Grundsätze der Mündlichkeit und der Öffentlichkeit von Gerichtsverhandlungen einschränkt".
Foto: Tumisu

Bundesregierung setzt in Corona-Krise auf Gerichtsverhandlungen per Video

Die Bundesregierung erwartet wegen der Folgen der Corona-Epidemie deutlich mehr Rechtsstreitigkeiten vor Arbeits- und Sozialgerichten. Diese Gerichte sollen deshalb - befristet bis zum Jahresende -...
Zugleich forderte die CSU-Politikerin mehr Tempo bei der App-Einführung und räumte Kommunikationsfehler der Regierung ein.
Foto: BMVI.de / CC BY-ND 2.0 (via Flickr)

Digitalstaatsministerin weist Grünen-Forderung nach Datenschutzgesetz für Corona-App zurück

Digitalstaatsministerin Dorothee Bär (CSU) hat die Forderung der Grünen nach einem Datenschutzgesetz für die geplante Corona-App als abwegig zurückgewiesen: "Wir haben in Europa und in Deutschland...
Volker Herres
Foto: Olaf Kosinsky / CC BY-SA 3.0 de (via Wikimedia Commons)

ARD-Programmdirektor Herres: Wegen Corona-Krise "große Lücken" im TV-Programm

ARD-Programmdirektor Volker Herres (62) sieht "große Lücken im Programm", sollten die derzeitigen strengen Regeln des Gesundheitsschutzes weiter fortbestehen. "Ein großflächiges Vorziehen von...
Back To Top