#zeitfokus.

Montag, 30 Mär 2020
Foto: mohamed hassan / CC0 (via pxhere)
 1-2 Minuten Lesezeit  253 Worte im Text  vor 60 Tagen
Digital aufrüsten gegen zu hohe Abhängigkeit. Es ist schon erstaunlich, wenn die USA nun nach mehr als einem Jahr Debatte endlich angebliche Beweise dafür auf den Tisch legen, dass Huawei mit dem chinesischen Geheimdienst zusammenarbeitet. Trotzdem sollte die Debatte ernstgenommen werden: Huawei steht ohne Zweifel dem chinesischen Staat und der kommunistischen Partei nahe. Dies bedeutet zwar nicht, dass das chinesische Unternehmen aktuell in Deutschland und Europa Wirtschaftsspionage betreibt. Doch ein Restrisiko bleibt. Hinzu kommt die Gefahr, dass das autoritäre China den Zugriff auf die hiesigen 5G-Netze irgendwann nutzen könnte, um bei einem Konflikt die demokratischen Länder zu erpressen. Niemand kann ausschließen, dass aus Fernost gelieferte 5G-Netze im Fall des Falles aus Peking ausgeschaltet werden. Das ganze Land würde stillstehen, auch Fabriken, Krankenhäuser, autonom fahrende Autos. Angesichts dieses Risikos scheint das Vorgehen der Briten sinnvoll: Huawei darf zwar Funkstationen für 5G liefern. Doch für den Aufbau des Kernnetzes werden nur andere Lieferanten zugelassen. Auch Vodafone und Telefónica in Deutschland planen in eine solche Richtung. Das wäre ein Kompromiss, um nicht zu abhängig von Huawei zu werden und trotzdem von schnellen, zuverlässigen Lieferungen zu profitieren. Gleichzeitig sollte die EU den Aufbau von Fabriken für Hightech-Komponenten in Europa gezielt fördern. Denn solange Ericsson aus Schweden und die finnische Nokia ihre Netztechnik in China fertigen lassen, kann sowieso niemand ausschließen, dass dort geheime Zugänge eingebaut werden. Digitale Autonomie lautet das Stichwort. Europa darf in der digitalen Welt nicht nur das Anhängsel Chinas und der USA sein. Dafür brauchen wir ein Investitionsprogramm in Höhe vieler Milliarden Euro. Quelle: ots/Rheinische Post

Es ist schon erstaunlich, wenn die USA nun nach mehr als einem Jahr Debatte endlich angebliche Beweise dafür auf den Tisch legen, dass Huawei mit dem chinesischen Geheimdienst zusammenarbeitet. Trotzdem sollte die Debatte ernstgenommen werden: Huawei steht ohne Zweifel dem chinesischen Staat und der kommunistischen Partei nahe. Dies bedeutet zwar nicht, dass das chinesische Unternehmen aktuell in Deutschland und Europa Wirtschaftsspionage betreibt. Doch ein Restrisiko bleibt.

empty alt
Foto: pxhere / CC0

Saubere Elektromobilität ist ein Mythos

Hinzu kommt die Gefahr, dass das autoritäre China den Zugriff auf die hiesigen 5G-Netze irgendwann nutzen könnte, um bei einem Konflikt die demokratischen Länder zu erpressen. Niemand kann ausschließen, dass aus Fernost gelieferte 5G-Netze im Fall des Falles aus Peking ausgeschaltet werden. Das ganze Land würde stillstehen, auch Fabriken, Krankenhäuser, autonom fahrende Autos.

Angesichts dieses Risikos scheint das Vorgehen der Briten sinnvoll: Huawei darf zwar Funkstationen für 5G liefern. Doch für den Aufbau des Kernnetzes werden nur andere Lieferanten zugelassen. Auch Vodafone und Telefónica in Deutschland planen in eine solche Richtung. Das wäre ein Kompromiss, um nicht zu abhängig von Huawei zu werden und trotzdem von schnellen, zuverlässigen Lieferungen zu profitieren. Gleichzeitig sollte die EU den Aufbau von Fabriken für Hightech-Komponenten in Europa gezielt fördern. Denn solange Ericsson aus Schweden und die finnische Nokia ihre Netztechnik in China fertigen lassen, kann sowieso niemand ausschließen, dass dort geheime Zugänge eingebaut werden.

Digitale Autonomie lautet das Stichwort. Europa darf in der digitalen Welt nicht nur das Anhängsel Chinas und der USA sein. Dafür brauchen wir ein Investitionsprogramm in Höhe vieler Milliarden Euro.



Quelle: ots/Rheinische Post
#mehrMagazin
empty alt
play

Ruf der Wildness

FSK: 699 min Basierend auf dem beliebten Literatur-Klassiker THE CALL OF THE WILD (,Der Ruf der Wildnis') von Jack London kommt die Geschichte des großherzigen Hundes Buck erneut auf die große...
Jeremias Thiel
Foto: © Andreas Hornoff / Piper Verlag

Interview mit dem 18-jährigen Buchautor Jeremias Thiel

Aus der Hartz-IV-Falle in den Deutschen Bundestag: So stellt sich der junge Buchautor Jeremias Thiel seinen weiteren Lebensweg vor. "Mein absoluter Traum ist es, einmal SPD-Bundestagsabgeordneter...
empty alt
play

Die Fantastische Reise des Dr. Dolittle

FSK: 6102 min Auch sieben Jahre nach ihrem Tod hat der exzentrische Arzt Dr. Dolittle (Robert Downey Jr.) den Verlust seiner Frau nicht überwunden. Gemeinsam mit einer bunt zusammengewürfelten Truppe exotischer...
empty alt
Foto: Free-Photos / CC0 (via Pixabay)

Bundesdatenschutzbeauftragter warnt vor Handy-Tracking von Coronavirus-Patienten

Der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber sieht Überlegungen zum Handy-Tracking von Coronavirus-Patienten kritisch. "Ein staatlich erzwungener Zugriff auf die Handydaten von Infizierten - wie...
empty alt
play

Sonic the Hedgehog

FSK: 699 min Sonic (gesprochen von Julien Bam) ist mit seinen 15 Jahren ein pubertierendes Powerpaket, aber dessen ist er sich selbst noch nicht wirklich bewusst. Zu seiner eigenen Sicherheit soll...
empty alt
play

Knives Out

FSK: 12130 min Harlan Thrombey (Christopher Plummer) ist tot! Und nicht nur das - der renommierte Krimiautor und Familienpatriarch wurde auf der Feier zu seinem 85. Geburtstag umgebracht. Doch...
empty alt
Foto: linsepc / CC0 (via Pixabay)

Gigabit ist nicht gleich Glasfaser

Selbstverständlich können sich die Kunden freuen: Für sie ist es gut, wenn Vodafone das sehr teuer erworbene Kabelnetz von Unitymedia nun zu günstigen Preisen für besonders schnelles Internet in den...
Back To Top