Foto: Christoph Hardt / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)
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Erneut musste der Sender RTL mit seinem "Team Wallraff" in seiner Kampagne gegen die MK-Kliniken AG (vorher: Marseille-Kliniken AG) eine juristische Niederlage hinnehmen. Mit Beschluss vom 2. Februar 2016 untersagte die Zivilkammer 24 des Landgerichtes Hamburg gegen dem Privatsender RTL falsche Behauptungen über die MK-Kliniken AG und das mit ihr verbundene Pflegeheim Amarita Oldenburg zu verbreiten. Auch unzulässige Verdachtsberichterstattung über die MK-Kliniken AG und eine weitere ihrer Einrichtungen wurde verboten. Der Beschluss wird in den nächsten Tagen zugestellt werden.

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Linke kritisieren Aufrüstung in Zeiten der Corona-Krise

Der Sender RTL mit seinem "Team Wallraff" hatte in den vergangenen Monaten drei Mal über die MK-Kliniken AG und dazugehörige Unternehmen berichtet. Jedes Mal hatte sich das Unternehmen gegen die unfaire und falsche Berichterstattung zur Wehr gesetzt. Zum zweiten Mal hat nun ein Gericht eine ohne mündliche Verhandlung ergangene und dementsprechend nicht mit Gründen versehene mehrseitige Verfügung gegen RTL erlassen. Der dritte Bericht ist Gegenstand eines Klageverfahrens, das derzeit bei Gericht anhängig ist. Der Vorstandsvorsitzende der MK-Kliniken AG, Dieter Wopen, dazu: "Dies zeigt ganz klar, wie die manipulative und falsche Berichterstattung sowie die mangelhafte Recherche von Team Wallraff von Fachrichtern bewertet wird. Der Sender und seine Team Wallraff-Reporter haben damit erneut Recht gebrochen."

Anlass der jüngsten einstweiligen Verfügung des Landgerichtes Hamburg war ein Beitrag in der RTL-Extra-Sendung vom 14.12.2015. In der Sendung wurde behauptet, in einem Pflegeheim der Marseille-Kliniken sei so wenig Essen ausgegeben worden, dass Bewohner unterernährt gewesen seien. Auch wurde der Verdacht erweckt, dass aufgrund der "Team Wallraff"-Sendung der Verpflegungsschlüssel erhöht worden sei. Diese und weitere Äußerungen wurden von der Pressekammer des Hamburger Landgerichtes verboten, nachdem die MK-Kliniken AG glaubhaft gemacht hatten, dass die Vorwürfe nicht stimmen. "Wenn RTL, wie angekündigt, wirklich seine journalistische Kompetenz steigern möchte, sollten die Verantwortlichen erst einmal dringend die journalistische Kompetenz der "Team Wallraff"-Reporter überprüfen", so Dieter Wopen. "Günter Wallraff war sicherlich früher einmal eine Ikone des Journalismus, doch offensichtlich unterliegt auch seine Professionalität einem Verfallsdatum. Dieser Niedergang scheint sich mit dem Tag beschleunigt zu haben, an dem Herr Wallraff sich mit dem Privatsender RTL ins Bett gelegt hat und nun zwischen "Bauer sucht Frau" und Dschungelcamp nach Quoten giert."



Quelle: ots/Marseille-Kliniken AG


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