ARD und ZDF haben sich in den letzten Jahren jedoch massiv darum bemüht, inhaltlich eine gewisse Marktdominanz zu erringen.
ARD und ZDF haben sich in den letzten Jahren jedoch massiv darum bemüht, inhaltlich eine gewisse Marktdominanz zu erringen. Foto: Simone Daino
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Filmproduzent und Ufa-Geschäftsführer Nico Hofmann (60) sieht die deutsche Medienlandschaft im größten Umbruch seit Einführung der Privatsender vor gut 25 Jahren. Doch trotz der Konkurrenz durch Streamingdienste wie Netflix gibt Hofmann das Spiel für ARD und ZDF noch lange nicht verloren. "Ich empfinde das als große Chance, weil es nun natürlich wesentlich mehr Anbieter von Bewegtbildern und damit auch mehr Abnehmer für unsere Produktionen gibt. Auf diese Weise ergeben sich für die gesamte Branche unfassbar viele Möglichkeiten", sagte er der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ). Hofmann sieht aber auch einen "echten Spagat", den die Senderverantwortlichen hinbekommen müssten: "Einerseits stehen sie unter großem wirtschaftlichen Druck, andererseits müssen sie programmlich auf der Höhe der Zeit sein".

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Foto: skeeze / CC0 (via Pixabay)

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ARD und ZDF hätten sich in den letzten Jahren jedoch massiv darum bemüht, inhaltlich eine gewisse Marktdominanz zu erringen, und verzeichneten in den Mediatheken eindrucksvolle Abrufzahlen. Und wenn man sich die Abo-Kosten für Sky oder Netflix anschaue, seien die 17,50 Euro für die Bandbreite des öffentlich-rechtlichen Fernsehens mit seinen 18 Programmen und dem riesigen Hörfunkangebot "ein echtes Schnäppchen", sagte Hofmann.

Eine Konkurrenzsituation sieht der Filmproduzent weniger zwischen privatem und öffentlich-rechtlichem Fernsehen als vielmehr "zwischen der deutschen Rundfunkfamilie und dem Rest der Welt". Die größten Bedrohungen gingen derzeit von US-Konzernen aus, die mit Macht auf den europäischen Markt vorstießen: "Zum Teil findet bereits ein echter Verdrängungswettbewerb zuungunsten der einheimischen Anbieter statt", warnte Hofmann. Das gelte vor allem für Länder, in denen es anders als hierzulande keinen starken, frei empfangbaren Rundfunk gebe.

Quelle: ots/Neue Osnabrücker Zeitung
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