#zeitfokus.

Mittwoch, 01 Apr 2020
Foto: Didgeman / CC0 (via Pixabay)
 1-2 Minuten Lesezeit  266 Worte im Text  vor 88 Tagen
Der Immobilienboom und seine Schattenseite. Die gestiegenen Immobilienpreise erschrecken, überraschend sind sie nicht: Wenn es Kredite mit weniger als ein Prozent Zins gibt, ist klar, dass immer mehr Menschen ein Haus oder eine Wohnung kaufen wollen. Die Frage ist, ob man Bürgern trotz höherer Preise noch den Erwerb einer Immobilie anraten sollte. Es kommt auf den Einzelfall an. Aber es gibt gute Argumente dafür. Denn Käufer haben nach 20 bis 25 Jahren eine gute Chance, eine schuldenfreie Immobilie zu besitzen, während Mieter weiter den Mietzins zahlen müssen. Für das Leben im Alter macht dies einen großen Unterschied: Senioren, die im Eigentum wohnen, kommen mit bescheidener Rente klar. Mieter eher nicht. Damit sich Deutschland sozial nicht weiter spaltet, sollte die Politik den Erwerb von Wohneigentum besser fördern. Das neue Wohnkindergeld bringt aber nur wenig, weil es vorrangig die Preise hochtreibt. Die Städte sollten mehr Land zum Bebauen freigeben, auch und gerade für Eigentumswohnungen. Das nimmt Druck aus dem Markt. Zusätzlich sollten die Nahverkehrsnetze ausgebaut werden, damit Bürger aus dem Umland besser in die Metropolen kommen. Die schwarz-gelbe Landesregierung sollte endlich die auf 6,5 Prozent gestiegene Grunderwerbsteuer wieder senken oder hohe Freibeträge einführen. Denn die hohen Kaufnebenkosten schrecken junge Menschen vom Erwerb einer Immobilie ab, weil sie bei einem Verkauf wegen Jobwechsel oder Scheidung dieses Geld sowie andere Nebenkosten wieder los sind. Wir brauchen aber eine andere Denkweise: Es sollte wie in den USA normal sein, als junger Mensch zuerst eine sehr kleine Wohnung zu kaufen, um dann später ganz selbstverständlich etwas Größeres zu erwerben. Immobilien sind eine sinnvolle Investition, ihr Besitz sollte aber nicht immobil machen. Quelle: ots/Rheinische Post

Die gestiegenen Immobilienpreise erschrecken, überraschend sind sie nicht: Wenn es Kredite mit weniger als ein Prozent Zins gibt, ist klar, dass immer mehr Menschen ein Haus oder eine Wohnung kaufen wollen. Die Frage ist, ob man Bürgern trotz höherer Preise noch den Erwerb einer Immobilie anraten sollte. Es kommt auf den Einzelfall an. Aber es gibt gute Argumente dafür. Denn Käufer haben nach 20 bis 25 Jahren eine gute Chance, eine schuldenfreie Immobilie zu besitzen, während Mieter weiter den Mietzins zahlen müssen. Für das Leben im Alter macht dies einen großen Unterschied: Senioren, die im Eigentum wohnen, kommen mit bescheidener Rente klar. Mieter eher nicht.

empty alt
Foto: Myriam Zilles / CC0 (via Pixabay)

Höchste Zeit für Ampel und Zuckersteuer

Damit sich Deutschland sozial nicht weiter spaltet, sollte die Politik den Erwerb von Wohneigentum besser fördern. Das neue Wohnkindergeld bringt aber nur wenig, weil es vorrangig die Preise hochtreibt.

Die Städte sollten mehr Land zum Bebauen freigeben, auch und gerade für Eigentumswohnungen. Das nimmt Druck aus dem Markt. Zusätzlich sollten die Nahverkehrsnetze ausgebaut werden, damit Bürger aus dem Umland besser in die Metropolen kommen.

Die schwarz-gelbe Landesregierung sollte endlich die auf 6,5 Prozent gestiegene Grunderwerbsteuer wieder senken oder hohe Freibeträge einführen. Denn die hohen Kaufnebenkosten schrecken junge Menschen vom Erwerb einer Immobilie ab, weil sie bei einem Verkauf wegen Jobwechsel oder Scheidung dieses Geld sowie andere Nebenkosten wieder los sind. Wir brauchen aber eine andere Denkweise: Es sollte wie in den USA normal sein, als junger Mensch zuerst eine sehr kleine Wohnung zu kaufen, um dann später ganz selbstverständlich etwas Größeres zu erwerben. Immobilien sind eine sinnvolle Investition, ihr Besitz sollte aber nicht immobil machen.



Quelle: ots/Rheinische Post
#mehrMagazin
empty alt
Foto: Kyle Glenn / CC0 (via Unsplash)

Gesichtserkennung: Die Macht des Machbaren regiert

Das Urlaubsalbum auf Facebook, Schnappschüsse vom Kneipenabend auf Instagram, Selfies mit Kollegen auf Twitter - was ist schon dabei, Persönliches in den sozialen Medien zu posten? Wir tun es jeden...
Noch können die Produzenten die Nachfrage decken.
Foto: congerdesign / CC0 (via Pixabay)

Deutsche kaufen in Corona-Krise deutlich mehr Fertigessen

In der Corona-Krise kaufen die Menschen in Deutschland offenbar nicht nur vermehrt Toilettenpapier, sondern auch Fertigessen - sogenannte Convenience-Produkte. Stefanie Sabet, Geschäftsführerin beim...
empty alt
Foto: Genty / CC0 (via Pixabay)

Beamen ist keine gute Idee

Zu den Sternen reisen, eine zweite Erde entdecken, Krankheiten besiegen - das sind Träume der Menschheit. Aus Sicht des Konstanzer Physikprofessors Gerd Ganteför, Autor mehrerer Bücher, darunter...
empty alt
play

1917

FSK: 12119 min Der Oscar®-prämierte Regisseur Sam Mendes (James Bond 007: Skyfall, James Bond 007: Spectre, American Beauty) bringt mit 1917 ein spannungsgeladenes Drama auf die Leinwand: zwei junge...
empty alt
play

Die Fantastische Reise des Dr. Dolittle

FSK: 6102 min Auch sieben Jahre nach ihrem Tod hat der exzentrische Arzt Dr. Dolittle (Robert Downey Jr.) den Verlust seiner Frau nicht überwunden. Gemeinsam mit einer bunt zusammengewürfelten Truppe exotischer...
empty alt
Foto: mohamed hassan / CC0 (via pxhere)

Digital aufrüsten gegen zu hohe Abhängigkeit

Es ist schon erstaunlich, wenn die USA nun nach mehr als einem Jahr Debatte endlich angebliche Beweise dafür auf den Tisch legen, dass Huawei mit dem chinesischen Geheimdienst zusammenarbeitet....
Jeremias Thiel
Foto: © Andreas Hornoff / Piper Verlag

Interview mit dem 18-jährigen Buchautor Jeremias Thiel

Aus der Hartz-IV-Falle in den Deutschen Bundestag: So stellt sich der junge Buchautor Jeremias Thiel seinen weiteren Lebensweg vor. "Mein absoluter Traum ist es, einmal SPD-Bundestagsabgeordneter...
Back To Top