Dienstag, 22 Sep 2020
Foto: Dino KF Wong / CC0 (via Pixabay)
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Zwar ist die Zahl der offiziell gezählten Hassbotschaften im Netz seit 2016 nach Angaben der Behörden rückläufig. Das sollte jedoch nicht über eine weiter bedrohliche Schieflage im digitalen Streit hinwegtäuschen. Wer die Kommentare allein zum Mord an Walter Lübcke oder zur Seenotrettung im Mittelmeer liest, stößt auf massenhaft menschenverachtende Einträge. Hass ist allgegenwärtig.

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Foto: SounderBruce / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)

Fehler im System

Entscheidend dafür, ob eine Debattenkultur zivilisiert ist und das Ringen unterschiedlicher Meinungen auf Grundlage unserer freiheitlich demokratischen Grundordnung stattfindet, ist die Frage, wie stabil das Wertegerüst jedes Einzelnen ist. Wenn Schreihälse ihre Botschaften in die Welt krakeelen, die alle möglichen Grenzen des guten Benehmens und fairen Umgangs überschreiten, braucht es dafür keinen Filtermechanismus, sondern möglichst viel sachliche Gegenrede. Das ist anstrengend, mitunter frustrierend, aber nie Zeitverschwendung. Wer im Freundeskreis, in der Familie oder unter Kolleginnen und Kollegen gegen Hass, Rassismus und Ausgrenzung argumentiert, hilft dem Schutz der Meinungsfreiheit.



Quelle: ots/Rheinische Post
#mehrGesellschaft
Über 20 Jahre an der Macht. Vladimir Putin und Alexander Lukashenko
Foto: Kremlin.ru / CC-BY 4.0 (via Wikimedia Commons)

Eine Frage der Zeit

Die Zeit läuft. Vielleicht läuft sie auch ab - für einen Autokraten. Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko hat einen beeindruckenden Gegner: sein eigenes Volk, das nach dem mutmaßlich...
Angela Merkels Kanzlerschaft ist nach 15 Jahren so ungefährdet wie nie.
Foto: EU2017EE Estonian Presidency / CC BY 2.0 (via Wikimedia Commons)

Merkels selbstbefreites Regieren

Angela Merkel würde es wieder so machen. Sie würde, wie sie deutlich macht, auch heute nicht die Grenzen schließen, wenn Zehntausende Flüchtlinge davor stünden. Für die Kanzlerin bleibt es eine...
"Es wäre vielleicht schön, wenn Greta nicht alles so negativ sähe, sondern auch mal etwas Positives sagen würde. Manchmal ist es besser, eine Lösung anzubieten, als immer nur anzuprangern."
Foto: Lëa-Kim Châteauneuf / CC-BY 4.0 (via Wikimedia Commons)

Lob und Tadel für Greta Thunberg

Laura Dekker (24), niederländisch-neuseeländische Seglerin, die 2012 als jüngster Mensch aller Zeiten eine Solo-Weltumrundung abschloss, sieht die schwedische Umweltaktivistin Greta Thunberg (17)...
Der sonst so nüchternen Kanzlerin war der Kragen geplatzt wegen der Sturköpfigkeit manch eines Landesoberhaupts.
Foto: Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)

Pandemie-Regeln: Mehr Einheitlichkeit ist gefragt

Rückblick auf den Frühsommer: Die Bundeskanzlerin und die Regierungschefs der Länder trafen sich im Zwei-Wochen-Rhythmus, um im Kampf gegen Corona eine gemeinsame Linie zu finden. Doch Gemeinsamkeit war oft mehr...
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