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Jeder, der schon einmal im Vorraum eines Operationssaals lag und darauf wartete, dass ihm der Anästhesist das Narkosemittel in die Vene drückt, kennt das Gefühl: Beklemmung und mitunter Angst machen sich breit. Man hofft, dass der Eingriff gut verlaufen wird und legt all sein Vertrauen in das OP-Team. Nur wenige Patienten werden sich im Vorfeld des Eingriffs darüber informiert haben, wie erfahren die Operateure sind - also wie oft sie diesen Eingriff im Jahr vornehmen. Doch derlei Fallzahlen sind ein wichtiges Kriterium für die Wahl des richtigen Arztes.

Insbesondere Alleinerziehende fühlten sich vielfach im Stich gelassen.
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Ein Indikator sind hier zum Beispiel die Mindestmengen. Sie gibt es seit 2004 für Eingriffe beziehungsweise Behandlungen, die besonders schwierig sind. Ärzte müssen hier eine bestimmte Fallzahl an Operationen vorweisen können, um die Eingriffe überhaupt durchführen zu dürfen. Es ist erwiesen, dass erfahrene Ärzte sicherer und damit auch besser operieren als unerfahrene. Die Mindestmengen sind damit ein wichtiges Hilfsmittel für Patienten.

Leider gibt es bisher nur für sieben Bereiche Mindestmengen. Das ist zu wenig. Hinzu kommt, dass die vorhandenen Mindestmengen viel zu niedrig angesetzt sind. In Dänemark und auch den Niederlanden liegen die gesetzlich vorgeschriebenen Mindestfallzahlen für schwierige Operationen deutlich höher. Dies hat dort zur Folge, dass sich die Kliniken spezialisieren. Genau das will man in Deutschland eigentlich auch, nur fehlt der Mut, den Mindestmengenkatalog deutlich zu erweitern, beziehungsweise die Fallzahlen nach oben anzupassen. Denn das würde eben auch bedeuten, dass viele Kliniken nicht mehr alle Operationen durchführen dürften. Das ist aber der richtige Weg. Schwierige, planbare Operationen sollten nur dort gemacht werden dürfen, wo die Expertise auch hoch ist.



Quelle: ots/Rheinische Post
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