Samstag, 19 Sep 2020
Foto: Michael Kauer / CC0 (via Pixabay)
 1-2 Minuten Lesezeit  272 Worte im Text  vor 315 Tagen

Dieser Moment der Euphorie am 9. November 1989 trägt auch 30 Jahre später noch. Es ist ein glücklicher Tag der deutschen Geschichte. Wohl wahr, nicht überall blühen die Landschaften - das gilt für West und Ost. Auch beschleicht einen der Verdacht, dass die Deutschen mental in der Einheit schon einmal weiter waren als heute. Mit dem Erstarken einer radikalen AfD im Osten haben auch die gegenseitigen Schuldzuweisungen und Vorurteile wieder zugenommen. Abgehängt fühlt sich, wer ständig so bezeichnet wird. Jetzt erst recht, sagen diejenigen, die für ihr Wahlverhalten gescholten werden. Wann sind wir an der Reihe?, fragen jene, die immer nur Westdeutsche als Vorgesetzte haben. Und umgekehrt: Der Wohlstand und die stabile liberale Demokratie im Westen sind nicht vom Himmel gefallen - sie wurden hart erarbeitet.

Fraktionsebene im Reichstag
Foto: Times / CC BY-SA 3.0 (via Wikimedia Commons)

Weniger Spenden an politische Parteien

Nach 30 Jahren Mauerfall ist es an der Zeit, die in den Köpfen nachgewachsene Mauer abzureißen. Es ist an der Zeit, die Freiheit eines wiedervereinigten Deutschland als großen Schatz zu würdigen. Die Freiheit ist Herausforderung, aber keine Last. Es stünde Deutschland auch gut an, weniger Nabelschau zu betreiben. 1989 war der Beginn einer neuen Ära: der Kalte Krieg beendet und die Hoffnung gesät, dass sich nicht nur in Osteuropa, sondern auch in Afrika und im arabischen Raum Freiheit und Demokratie ausbreiten werden. Manch einer sprach schon vom Ende der Geschichte.

Doch leider blieb die globale Demokratiebewegung stecken. In Osteuropa gibt es in einigen Ländern gar eine Rückkehr zu autoritären Strukturen. Selbst die alten Demokratien westlicher Prägung sind nicht immun gegen Populisten und autoritäre Menschenfänger. Umso wichtiger ist es, dass Deutschland sich seiner historischen Gunst der friedlichen Wiedervereinigung bewusst bleibt und sich ihrer würdig zeigt.



Quelle: ots/Rheinische Post
#mehrGesellschaft
Der sonst so nüchternen Kanzlerin war der Kragen geplatzt wegen der Sturköpfigkeit manch eines Landesoberhaupts.
Foto: Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 (via Wikimedia Commons)

Pandemie-Regeln: Mehr Einheitlichkeit ist gefragt

Rückblick auf den Frühsommer: Die Bundeskanzlerin und die Regierungschefs der Länder trafen sich im Zwei-Wochen-Rhythmus, um im Kampf gegen Corona eine gemeinsame Linie zu finden. Doch Gemeinsamkeit war oft mehr...
Über 20 Jahre an der Macht. Vladimir Putin und Alexander Lukashenko
Foto: Kremlin.ru / CC-BY 4.0 (via Wikimedia Commons)

Eine Frage der Zeit

Die Zeit läuft. Vielleicht läuft sie auch ab - für einen Autokraten. Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko hat einen beeindruckenden Gegner: sein eigenes Volk, das nach dem mutmaßlich...
Angela Merkels Kanzlerschaft ist nach 15 Jahren so ungefährdet wie nie.
Foto: EU2017EE Estonian Presidency / CC BY 2.0 (via Wikimedia Commons)

Merkels selbstbefreites Regieren

Angela Merkel würde es wieder so machen. Sie würde, wie sie deutlich macht, auch heute nicht die Grenzen schließen, wenn Zehntausende Flüchtlinge davor stünden. Für die Kanzlerin bleibt es eine...
"Es wäre vielleicht schön, wenn Greta nicht alles so negativ sähe, sondern auch mal etwas Positives sagen würde. Manchmal ist es besser, eine Lösung anzubieten, als immer nur anzuprangern."
Foto: Lëa-Kim Châteauneuf / CC-BY 4.0 (via Wikimedia Commons)

Lob und Tadel für Greta Thunberg

Laura Dekker (24), niederländisch-neuseeländische Seglerin, die 2012 als jüngster Mensch aller Zeiten eine Solo-Weltumrundung abschloss, sieht die schwedische Umweltaktivistin Greta Thunberg (17)...
Back To Top