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Eines ist klar: Viele Freunde wird sich die Europäische Union nicht machen, wenn sie durch ein Verbot von Mikroplastik die Zukunft Zehntausender Kunstrasenplätze auf dem Kontinent infrage stellt. Millionen Amateursportler vor allem in Fußballvereinen träfe ein solches Verbot. Für viele klamme deutsche Kommunen, die in den vergangenen Jahren zusammen Milliarden ausgegeben haben, um veraltete Aschenplätze in Kunstrasenplätze umzuwandeln, bedeutete der EU-Plan eine finanzielle Katastrophe.

Im Erzbistum Köln hat Kardinal Rainer Woelki die dortige Studie einer Münchner Rechtsanwaltskanzlei zum Umgang der Bistumsleitung mit sexuellem Missbrauch wegen angeblicher methodischer Mängel unter Verschluss genommen und den Kölner Strafrechtler Björn Gercke mit einem neuen Gutachten beauftragt.
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Historiker bezweifelt Wert juristischer Missbrauchs-Studien

Was also tun? Europa muss beweisen, dass es einen Kompromiss hinbekommt. Es muss am alternativlosen Plan einer Reduzierung des Plastikmülls festhalten, aber eine Übergangsphase für bestehende Kunstrasenplätze zulassen, bis Alternativen zum Granulat erprobt und Finanzierungsformen für die erneute Umrüstung gefunden sind. Ein solcher Kompromiss wäre kein Zeichen, dass Brüssel einknickt, es wäre das Signal, dass die EU bei einem ihrer großen Projekte die Lebenswirklichkeit von Millionen Bürgern nicht ignoriert. Insofern taugt der grüne Rasen fast schon zur Blaupause für eine lebensnahe Europapolitik, wie sie sich viele wünschen. Eben eine mit Fingerspitzengefühl statt mit Direktiven aus der Ferne.



Quelle: ots/Rheinische Post
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