#zeitfokus.

Montag, 30 Mär 2020
Foto: EU Civil Protection and Humanitarian Aid / CC BY-ND 2.0 (via Flickr)
 1-2 Minuten Lesezeit  260 Worte im Text  vor 75 Tagen
Frontland Libyen. Frieden ist ein großes Wort. Erst recht in einem Land wie Libyen. Und manchmal braucht es dafür große Konferenzen, mächtige Akteure und sehr viel guten Willen. Die großen Worte daneben gibt es gratis. An diesem Sonntag soll in Berlin auf höchster Ebene der Staats- und Regierungschefs eine internationale Friedenskonferenz für Libyen den Weg für einen Friedensprozess aufzeigen und einleiten. Ein dauerhafter Waffenstillstand wäre schon eine Sensation für ein Land, in dem Chaos mehr herrscht als die eigene Regierung. Angela Merkel öffnet für Frieden in Libyen das Kanzleramt. Die Welt- und Großmächte USA, China, Russland schicken ihre Vertreter, ebenso Großbritannien, Frankreich und die regionale Hegemonialmacht Türkei. Auf libyschem Territorium herrscht seit Sturz und Tod des Machthabers Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 mehr denn je das Recht des Stärkeren. Wer tatsächlich der Stärkere in Libyen ist, diese Fragen fechten seit eineinhalb Jahren die Streitkräfte der international anerkannten Regierung um Ministerpräsident Fayiz al-Sarradsch und die wilden Truppen des Generals Khalifa Haftar aus. Sollten Sarradsch und Haftar tatsächlich nach Berlin kommen, hätte die Konferenz großes Potenzial. Europa hat großes Interesse, dass Krieg und unkontrollierte Gewalt in dem nordafrikanischen Nachbarland eines Tages enden. Libyen ist Durchgangsland wie auch brutaler Kerker für Flüchtlinge aus ganz Afrika. Jetzt wollen die Vereinten Nationen in Berlin mit Merkel als Gastgeberin dem Friedensprozess einen echten Schub geben. Merkel hat im Winter ihrer Amtszeit jene Unabhängigkeit, jenen Einfluss und jene Erfahrung, die die Dinge zum Besseren richten könnten. Ein Erfolg der Konferenz in Berlin wäre ein Ausrufezeichen - für mehr als nur Frieden auf dem Papier! Quelle: ots/Rheinische Post

Frieden ist ein großes Wort. Erst recht in einem Land wie Libyen. Und manchmal braucht es dafür große Konferenzen, mächtige Akteure und sehr viel guten Willen. Die großen Worte daneben gibt es gratis. An diesem Sonntag soll in Berlin auf höchster Ebene der Staats- und Regierungschefs eine internationale Friedenskonferenz für Libyen den Weg für einen Friedensprozess aufzeigen und einleiten. Ein dauerhafter Waffenstillstand wäre schon eine Sensation für ein Land, in dem Chaos mehr herrscht als die eigene Regierung. Angela Merkel öffnet für Frieden in Libyen das Kanzleramt. Die Welt- und Großmächte USA, China, Russland schicken ihre Vertreter, ebenso Großbritannien, Frankreich und die regionale Hegemonialmacht Türkei.

empty alt
Foto: NATO Training Mission-Afghanistan MC2 (SW) Christopher Hall/NPASE East/NTM-A PAO / Public Domain (via Wikimedia Commons)

Die Interessen an einer Türkei als Partner

Auf libyschem Territorium herrscht seit Sturz und Tod des Machthabers Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 mehr denn je das Recht des Stärkeren. Wer tatsächlich der Stärkere in Libyen ist, diese Fragen fechten seit eineinhalb Jahren die Streitkräfte der international anerkannten Regierung um Ministerpräsident Fayiz al-Sarradsch und die wilden Truppen des Generals Khalifa Haftar aus. Sollten Sarradsch und Haftar tatsächlich nach Berlin kommen, hätte die Konferenz großes Potenzial.

Europa hat großes Interesse, dass Krieg und unkontrollierte Gewalt in dem nordafrikanischen Nachbarland eines Tages enden. Libyen ist Durchgangsland wie auch brutaler Kerker für Flüchtlinge aus ganz Afrika. Jetzt wollen die Vereinten Nationen in Berlin mit Merkel als Gastgeberin dem Friedensprozess einen echten Schub geben. Merkel hat im Winter ihrer Amtszeit jene Unabhängigkeit, jenen Einfluss und jene Erfahrung, die die Dinge zum Besseren richten könnten. Ein Erfolg der Konferenz in Berlin wäre ein Ausrufezeichen - für mehr als nur Frieden auf dem Papier!



Quelle: ots/Rheinische Post
#mehrGesellschaft
Der Lohnstückkostenunterschied zwischen dem Euroraum und Deutschland ist im Jahr 2018 auf acht Prozent gestiegen.
Foto: Piqsels CC0

Teures Arbeiten

Die deutsche Industrie schultert im internationalen Vergleich nach wie vor hohe Kosten: Im Ausland produzieren Unternehmen rund 13 Prozent weniger arbeitskostenintensiv als in Deutschland, zeigt...
Viele Selbstständige arbeiten in der Kreativbranche wie Musiker, Musiklehrer, Künstler, Fotografen und Journalisten.
Foto: Stefan Grage

Corona-Krise: Linken-Politikerin fordert Unterstützung für 2,2 Millionen Solo-Selbstständige

Die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linken-Fraktion im Bundestag, Sabine Zimmermann, sieht die 2,2 Millionen Selbstständigen, die keine Mitarbeiter beschäftigen, durch die Corona-Krise akut in...
empty alt
Foto: Philippe Leone

Pflichten und Chancen in dieser gewaltigen Krise

Langsam setzt es sich. Kommt es in den Köpfen an. Alle lernen. Täglich, stündlich, minütlich. Die Politik, die Bürger, die Virologen, andere Fachleute. Neue Erkenntnisse bedingen neue Anforderungen...
empty alt
Foto: CDC

Ein Lob auf die Masern-Impfpflicht

Das war zu befürchten: Kaum ist das Gesetz zur Masern-Impfpflicht in Kraft, reichen Eltern Verfassungsbeschwerde ein. Sie lehnen es ab, ihre Kinder vor der Aufnahme in Schule oder Kita impfen zu...
Die Einschätzung des Robert-Koch-Institutes, es könnten sich binnen drei Monaten zehn Millionen Menschen anstecken, "ist realistisch".
Foto: Sangga Rima Roman Selia

Helmholtz-Chefepidemiologe fordert Strategiewechsel im Kampf gegen Coronavirus

Helmholtz-Chefepidemiologe Gérard Krause hat angesichts der hochschnellenden Fallzahlen einen Strategiewechsel im Kampf gegen die Corona-Pandemie gefordert. Es werde nicht mehr rechtzeitig gelingen,...
Die Entlohnung in den systemrelevanten sozialen Berufen, auf die es gerade in der Krise besonders ankommt, ist zu niedrig.
Foto: Luis Melendez

Lohnungerechtigkeit: Systemrelevant, aber weniger wert

Im Moment geht es gar nicht anders, als mit der Corona-Brille auf politische und gesellschaftliche Themen zu blicken. Die Pandemie und ihre Folgen und Herausforderungen rücken alles andere in den...
Wer unter seiner Qualifikation arbeitet, ist nicht nur häufig im Arbeitsleben unzufrieden und verdient weniger.
Foto: Liam Martens

Fast jeder sechste Arbeitnehmer in Deutschland ist überqualifiziert

Fast jeder sechste Arbeitnehmer in Deutschland ist überqualifiziert. Gut 5,1 Millionen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte (15,7 Prozent) haben einen Job mit einem Anforderungsprofil unterhalb der...
Back To Top