#zeitfokus.

Freitag, 03 Apr 2020
Bei Gemüse, Eiern oder Obst wie Äpfeln muss die Nachfrage durch Importe gedeckt werden. Das muss sich ändern.
Bei Gemüse, Eiern oder Obst wie Äpfeln muss die Nachfrage durch Importe gedeckt werden. Das muss sich ändern. Foto: Brea Miller / VIRIN: 110517-F-BS492-333
 1-2 Minuten Lesezeit  246 Worte im Text  vor 12 Tagen
Dienstpflicht in Zeiten der Krise. Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen. Die Corona-Pandemie erweist sich für alle und alles als Stresstest, aber ganz unmittelbar für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen. Es ist der richtige Moment, über eine allgemeine Dienstpflicht nachzudenken. Manchen mag das wie ein Griff in die konservative Mottenkiste vorkommen, aber es geht um mehr. Vor zehn Jahren wurde die Wehrpflicht ausgesetzt. Nicht nur vertretbar, sondern geboten sei dieser Schritt, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel damals. Vertretbar und geboten ist es heute, junge Menschen in die Pflicht zu nehmen. Der Artikel 12 des Grundgesetzes, Grundlage der ausgesetzten Wehrpflicht, dürfte nicht anzuwenden sein. Denn darin ist nur von Männern ab dem vollendeten 18. Lebensjahr die Rede und eine Tätigkeit außerhalb der Bundeswehr als Ersatzdienst für Kriegsdienstverweigerer vorgesehen. Allein im sogenannten Verteidigungsfall können Frauen im Alter zwischen 18 und 55 Jahren für zivile Dienstleistungen herangezogen werden. Ein Verteidigungsfall im Sinne des Grundgesetzes liegt nicht vor. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron spricht zwar von einem Krieg. Deutsche sollten dieser Rhetorik aus gutem Grund nicht folgen - aber die Dimension stimmt. Auch Merkel sprach von der größten Herausforderung "seit der Deutschen Einheit, nein, seit dem Zweiten Weltkrieg". Es braucht nicht den alten Kriegs- oder Zivildienst, aber einen Friedensdienst - einen Einsatz für den sozialen Frieden. Es wäre ein starker Eingriff in das Leben junger Männer und Frauen, aber auch ihre Chance, der Gesellschaft etwas zurückzugeben für Freiheit und Wohlstand, in die sie hinein geboren wurden. Sechs oder zwölf Monate ihrer Lebenszeit - ist das zu viel verlangt? Quelle: ots/Rheinische Post

Besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen. Die Corona-Pandemie erweist sich für alle und alles als Stresstest, aber ganz unmittelbar für Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen. Es ist der richtige Moment, über eine allgemeine Dienstpflicht nachzudenken. Manchen mag das wie ein Griff in die konservative Mottenkiste vorkommen, aber es geht um mehr.

Barbara Havliza
Foto: Barbara Havliza / CDU (via NDR)

Interview: Niedersachsens Justizministerin Barbara Havliza will religiöse Symbole im Gericht verbannen

Vor zehn Jahren wurde die Wehrpflicht ausgesetzt. Nicht nur vertretbar, sondern geboten sei dieser Schritt, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel damals. Vertretbar und geboten ist es heute, junge Menschen in die Pflicht zu nehmen.

Der Artikel 12 des Grundgesetzes, Grundlage der ausgesetzten Wehrpflicht, dürfte nicht anzuwenden sein. Denn darin ist nur von Männern ab dem vollendeten 18. Lebensjahr die Rede und eine Tätigkeit außerhalb der Bundeswehr als Ersatzdienst für Kriegsdienstverweigerer vorgesehen. Allein im sogenannten Verteidigungsfall können Frauen im Alter zwischen 18 und 55 Jahren für zivile Dienstleistungen herangezogen werden.

Ein Verteidigungsfall im Sinne des Grundgesetzes liegt nicht vor. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron spricht zwar von einem Krieg. Deutsche sollten dieser Rhetorik aus gutem Grund nicht folgen - aber die Dimension stimmt. Auch Merkel sprach von der größten Herausforderung "seit der Deutschen Einheit, nein, seit dem Zweiten Weltkrieg".

Es braucht nicht den alten Kriegs- oder Zivildienst, aber einen Friedensdienst - einen Einsatz für den sozialen Frieden. Es wäre ein starker Eingriff in das Leben junger Männer und Frauen, aber auch ihre Chance, der Gesellschaft etwas zurückzugeben für Freiheit und Wohlstand, in die sie hinein geboren wurden. Sechs oder zwölf Monate ihrer Lebenszeit - ist das zu viel verlangt?

Quelle: ots/Rheinische Post
#mehrGesellschaft
Nicht nur die großen Unternehmen, auch die Kleinstbetriebe und die "normalen Arbeitnehmer" müssen geschützt werden.
Foto: Moshe Harosh

Auch der Lohn muss sicher sein

Die Bundesregierung hat in der Corona-Krise einen Schutzschild für Beschäftigte und Unternehmen mit unbegrenzten Krediten beschlossen. Auch zur Rettung der Banken floss einst Geld des Steuerzahlers. "Too big to...
Standardrente seit 2014 brutto um 200 beziehungsweise 250 Euro gestiegen.
Foto: pasja1000 / CC0 (via Pixabay)

Rentenversicherung meldet "deutliches Plus" für Senioren

Während an den Börsen wegen der Ausbreitung des Coronavirus die Aktienkurse fallen, verkündet die Deutsche Rentenversicherung (DRV) "erfreuliche Nachrichten für die mehr als 21 Millionen...
Corona-Schockstarre, Bevölkerung macht Hamsterkäufe und läuft mit Schutzmasken durch die Gegend.
Foto: falco / CC0 (via Pixabay)

Bundesweite Schulschließungen wären "hysterische Überreaktion"

Kassenarztchef Andreas Gassen hat scharfe Kritik an wiederholten Rufen nach "Corona-Schulferien" geübt: "Bei wenigen Hundert Infizierten in Deutschland wären bundesweite Schulschließungen eine...
Corona hat die Wirtschaft hart getroffen.
Foto: Gautam Arora

Leben nicht gegen Geld aufwiegen

Die Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus sind vorübergehend verhängt worden. Wie lange sie tatsächlich dauern müssen, weiß niemand. Brauchen wir also eine Exit-Strategie? Ja, selbstverständlich. Es ist aber nicht...
Wir wissen aus der Forschung, dass im Auslauf der Krisen der Konkurrenzkampf wieder losgeht und dann Gruppen verdrängt werden.
Foto: Luz Fuertes

Forscher rechnet mit mehr Gewalt

Der Bielefelder Konfliktforscher Andreas Zick sieht wegen der Einschränkungen im Zuge der Coronakrise ein erhöhtes Risiko von Gewalttaten. "Die Konflikt- und Gewaltforschung rechnet in Krisenzeiten...
Unruhe der Eltern überträgt sich auf Kinder.
Foto: Jordan Whitt

Kinder vor Corona-Panik schützen

Deutschlands Kinderärzte und Kinderpsychotherapeuten haben an Eltern appelliert, ihre Kinder vor Corona-Angst zu schützen. "Die Masken-Menschen in Bussen, Bahnen oder im Fernsehen sind komisch,...
Das Tragen auch von einfachen Masken kann bei der Eindämmung des Virus sinnvoll sein.
Foto: David Veksler

Besorgen Sie sich einfache Schutzmasken oder basteln Sie sich selbst welche

Ärztepräsident Klaus Reinhardt hat an die Bevölkerung appelliert, Schutzmasken zu tragen: "Mein Rat: Besorgen Sie sich einfache Schutzmasken oder basteln Sie sich selbst welche und tragen Sie diese...
Back To Top